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Schweden im Winter: von Göteborg zum Eishotel

Schweden
von Anke Roeding
erstellt am
04.12.2013

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Eisbar
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Schweden im Winter: von Göteborg zum Eishotel

Stationen der Rundreise:
  • Jukkasjärvi
  • Kiruna
  • Göteborg
„Mein“ Lappland beginnt nördlich des Polarkreises. Das werden die Ureinwohner Lapplands nicht gerne hören, denn ihr Rentierrevier reicht sogar noch viel weiter südlich bis nach Mittelschweden. Aber auch Teile Norwegens und Finnlands sowie ein kleiner Zipfel Russlands gehören zum Land der Samen, wie die Lappländer korrekt genannt werden. Lappland ist die größte zusammenhängende Wildnis Europas. Es ist ein Weltnatur- und Weltkulturerbe mit grandiosen Nationalparks und Landschaften, in denen man sich verlieren kann oder wieder zu sich finden, je nach Lust und Laune.
Mit Skandinavien hatte ich bis dato immer Mittsommernacht plus die entsprechenden ausgelassenen Feiern und ein rotes Ferienhaus mit Boot nahe der Schären in Verbindung gebracht. Im Winter kam mir eher der Äquator in den Sinn. Ab jetzt aber gibt es daneben auch noch das Winterwunderland Lappland. Hier gibt es trotz Klimaerwärmung immer noch Schnee pur, eine knackige, trockene Kälte, die sich sehr gut aushalten lässt und viel mehr Aktivitäten als man glaubt.
„Mein“ Lapplandtag beginnt mit einer Schneemobiltour. Wer Lust hat, kann schon den Transfer vom Flughafen zum Hotel damit zurücklegen. Das Lappenmoped, wie es auch scherzweise genannt wird, ist ganz einfach zu fahren. Es gibt nur eine Gang und die Bremse. In Lappland fahren schon die 6jährigen Kinder Lappenmoped. Warm eingepackt in einen Schneeanzug geht die Tour über zugefrorene Seen und tief verschneite Wälder.
Ob Schneeschuhwanderung mit Hüttenübernachtung, Eisangeln unter fachkundiger Anleitung oder Skifahren, Programm gibt es genug. Wer nun aber glaubt, das alles findet nur im Dunkeln statt und ist deshalb langweilig, hat sich getäuscht. Sicher gibt im Dezember nur wenige Stunden lang ein faszinierendes blau-rosa Dämmerungslicht, aber da Schnee und Eis das Licht sehr stark reflektieren, wird es auch sonst nicht richtig dunkel. Und schon im März hat Kiruna wieder mehr Tageslicht als Berlin. Mein Favorit ist eine Hundeschlittentour im Dunkel: warm eingepackt sitzt man auf den Schlitten und saust durch die glitzernde Dunkelheit. Die einzigen Laute sind das Knirschen der Kufen im Schnee, das Hecheln der Hunde und ein gelegentlicher Ruf des Mushers (Hundeschlittenführers). So gleitet man fast lautlos durch die Landschaft, den grandiosen Sternenhimmel über sich. Solch eine Sternenpracht gibt es in Mitteleuropa nirgendwo, da viel zu viel Smog und die Beleuchtung der vielen Städte die Sterne verdeckt. Wem das zu ruhig ist, kann natürlich auch den Musher ausfragen. Per se sind die meisten Musher zwar eher zurückhaltend aber wenn es um seine Hunde und die Natur geht, kann ein Musher auch richtig mitteilsam werden.
Nach einem langen Tag an der frischen Luft schmeckt der Rentiereintopf besonders gut. Rentier in allen Variationen ist hier generell ein nicht wegzudenkender Hauptbestandteil der Küche, aber auch Elch, Rebhuhn und Lachsforelle sind sehr gut. Und als Nachtisch die berühmten Myltebeeren, unter der Mitternachtssonne gepflückt.
Zu „meinem“ perfekten Lappland gehört aber auch eine Übernachtung im berühmten Eishotel. In Jukkasjärvi wird jedes Jahr das erste Eishotel der Welt neu aufgebaut. Viele Künstler bewerben sich, um eine der „Ice Art“ Suiten gestalten zu dürfen. Und so entsteht jedes Jahr aufs Neue ein einzigartiges Kunstwerk auf Eis und Schnee. Wenn man dann nach einem Drink in der Eisbar nachts warm eingepackt in seinem Schlafsack liegt, fällt einem vor allem die absolute Stille auf. Obwohl nur ein Vorhang die Zimmer trennt, hört man bis auf das Knirschen gelegentlicher Schritte im Gang absolut gar nichts! Nur die eigenen Gedanken schweifen. Am nächsten Morgen kommt dann ein netter Weckdienst mit einem Becher heißen Beerensaft. Danach eine Runde in die Sauna und anschließend ein leckeres Frühstück, natürlich im Warmen.
Überraschend anders ist die Kultur der Samen. Vor allem das „Joiken“ hat mich fasziniert. Es ist eine Art Gesang aber eher mit dem Jodeln verwandt und ohne echten Text, meist nur Laute oder ein Wort. Man joikt nicht über etwas, man joikt eine Person, einen Berg, einen Fluss, einen schönen Sommerplatz, man joikt ein Tier und drückt so seine Gefühle zu diesem menschlichen Wesen oder Naturwesen aus. Man kann auch seine Stimmung, seine Gefühle joiken. Diese Musik wird nicht komponiert, es gibt sie einfach und kommt aus dem Sänger heraus. Trotz Christianisierung ist der Joik fest mit der Kultur der Samen verbunden. Z.B. hat jeder Same seine „eigenen“ Joik, der ihn persönlich beschreibt. Das ist so ähnlich wie eine Namensgebung und wird von den Eltern ihrem Kind nach der Geburt gegeben. Ein samischer Abend in einem Zelt ist für mich nicht vollständig ohne Joiks. Und um den Abend perfekt zu machen, gab es zum Dessert sozusagen noch ein absolut grandioses Nordlicht zu sehen.
Und so gingen fünf faszinierende Tage im Land der Samen und Rentiere für mich zu Ende. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge nehme ich Abschied.

AnkeRoeding
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