zum Seitenanfang
transparent

17 Tage auf der Donau

nicko cruises
von Heidemarie Seidel-Groth
erstellt am
01.07.2015

sharePrint

Wien-Moldavia
transparent


01-wien-06
02-wien-09
03-wien-13
04-wien-21
05-wien-24
06-donau-01
07-budapest-01
mehr Bilder

17 Tage auf der Donau

17 Tage auf der Donau

Von Passau bis zum Schwarzen Meer

Die längst mögliche Flusskreuzfahrt in Europa dauert 17 Tage und bewältigt 4500 km, zahlreiche Schleusen und besucht 11 Länder.

Leider hatte die GDL mal wieder kurzfristig einen Streik ausgerufen, so dass die Anreise sicher nur mit dem eigenen Wagen erfolgen konnte. In Passau gibt es ein Parkhaus, das ganz auf die Betreuung der Flusskreuzfahrtpassagiere eingestellt ist. Separater Gepäcktransport neben dem eigenen Schiffszubringer.

Die MS Moldavia – ein älteres Schiff, das in Österreich gebaut wurde und unter ukrainischer Flagge fährt – lag bereit und kaum eingeschifft, schon ging die Reise los.

Das Schiff selber ist nicht „abgewohnt“, sondern gepflegt, wenn auch in einigen Bereichen nicht auf dem Stand der modernen 5-Sterne-Schiffe. Man sollte, wenn nicht die Suite, wenigstens die bessere Kabinenkategorie wählen. Ein zu öffnendes Fenster ist schon wertvoll (trotz Klimaanlage). Hier wird ein Bett tagsüber hochgeklappt und das andere Bett zur Couch umgebaut (man kann natürlich auch beide Betten ‚unten‘ lassen. Die Dusche und die Toilette sind ok, das Waschbecken ist in der Kabine. Fernsehen gibt es in der Kabine nicht. Dafür Radio (Bayern3).

Die Besatzung ist sehr freundlich und stets hilfsbereit.

Das Essen ist gut und reichlich. Mittags und abends konnte man aus 3 Gerichten (Fleisch, Fisch, vegetarisch) wählen. Getränke – auch bei Tisch – sind generell zu bezahlen.

Ob man das Ausflugspaket (vorab) bucht muss man selbst entscheiden. Für einige war es recht anstrengend. Auf alle Fälle sollte man mit dem Ausflugsschiff zum Kilometer „0“ fahren, dem Eingang der Donau ins Schwarze Meer. Bei vielen Stationen / Ländern kann man durchaus zu Fuß / Straßenbahn … die Umgebung erkunden. In Bulgarien, Rumänien sind die Anlegestationen eher uninteressant. Zudem ist das Lebensniveau dort besonders niedrig. Entsprechend ist der Zustand der Gebäude auch wenn man schon viele Schilder der EU sieht (Förderprojekten).

Die Flussreise ist in der Regel sehr interessant. Zu Beginn / am Ende der Reise sieht man viele schöne (alte) Städte und Burgen. Das sog. „Eiserne Tor“ – der Durchbruch der Donau durch die Karpaten – ist heute zwar nicht mehr gefährlich da hier die Donau aufgestaut wurde, um die gefährlichen Stromschnellen zu beseitigen, bietet aber immer noch ein tolles Panorama.

Kurz zu einigen Stationen:

Wien – Die traditionsreiche Donaumetropole konnte einfach mit der Straßenbahn vom Anleger erreicht werden. Da gerade die Vorbereitungen auf den europäischen Songcontest liefen (am nächsten Tag) waren viele Touristen vor Ort und einige Länder präsentierten sich bereits vor dem Rathaus.

Die Stadt ist wirklich imposant mit seinen Prachtbauten (Staatsoper, Stephansdom …).

Budapest – Die Hauptstadt Ungarns hat sich in den letzten ca. 10 Jahren (unser letzter Besuch) deutlich entwickelt. Die ungepflegten, verfallenen Häuser aus der Zeit der Diktatur sind fast vollständig verschwunden indem sie modernisiert / renoviert und nicht abrissen wurden. Schön anzusehen und durch die Straßen zu bummeln. Besonders interessant ist auch die große Markthalle (im Keller befindet sich ALDI). Schön ist es auch am Abend vom Fluss aus die Stadt zu sehen.

Vukovar – Die kroatische Stadt ist uns von den Kämpfen mit Serbien in den neunziger Jahren bekannt. Einige Zerstörungen sind auch heute noch zu sehen (als ‚Denkmäler‘). Ansonsten gibt es ein Schloss und eine wieder errichtete Kirche zu besichtigen. Von der Kirche aus hat man auch einen schönen Blick auf die Liegestelle / Donau.

Belgrad – Auch hier liegt das Schiff direkt in der Stadt, auch wenn man zu dieser erst über die Schienen und dann ca. 100 Stufen eine Treppe hinauf muss. Taxen sind am Schiff nicht zu finden.

Auf alle Fälle sollte man die riesige Festung Kalemegdan besichtigen. Schöne Blicke auch auf die Donau und die Save sind die Belohnung. An den skurrilen Militärfahrzeugen (in der Regel deutsche) kommt man unweigerlich vorbei. Die Fußgängerzone ist sehr belebt und es lohnt sich hindurch zu schlendern.

Nach Belgrad schließt sich die Kataraktstrecke an, eine wohl der schönsten Abschnitte der Donau.

Schon vor fast 2000 Jahren hat Trajan hier eine Straße gebaut und zur Erinnerung eine Tafel anfertigen lassen (sie wurde um 40 m versetzt, da sie heute unter dem Wasser liegen würde).

Zwar nicht sehr alt, aber vielleicht doch interessant ist die Felsskulptur des Dakerkönigs Decebal.

Interessant sind auch die beiden Stationen, die früher die Durchfahrt mit Bällen regelten.

Ismail – Die ukrainische Stadt (früher Hauptstadt Bessarabiens) ist der Heimathafen der Moldavia. Vom Schiff geht man ca. 2km in die Stadt. Allzu viel kann man nicht besichtigen. Der Markt ist ganz interessant. Hier erhält man schnell einen Eindruck über die Lebensbedingungen der Bevölkerung.

Ein wenig erschütternd ist zu sehen, wie wenig Zeit man der Besatzung gibt, die in der Regel hier zu Hause ist, um die Verwandten / Ehepartner / Kinder zu sehen. Die Behörden haben wohl etwas dagegen. So werden in – man kann schon sagen – wenigen Minuten, die Mitbringsel übergeben und die Begrüßung vor aller Augen vorgenommen (und so geht es die gesamte Saison bis zum Herbst).

Vilkovo – Von hier aus fährt man in Donaudelta (seit 1993 UNESCO Biosphärenreservat) bis zum Kilometer „0“ ein Besuch der Stadt ist nicht vorgesehen.

Die Fahrt ins Delta ist sehr interessant, viele Obst- und Gemüseplantagen, eine große Schilffläche und zahlreiche Wasservögel (u.a. Pelikane). Es ist schon schön die Einmündung eines Donauarmes in das Schwarzes Meer – und den berühmten Kilometer „0“ – zu sehen.

Cernovoda – Die kleine rumänische Stadt ist schon eher ein Negativbeispiel. Die meisten Passagiere fahren von hier nach Konstanza und sehen das Elend nicht. Die Stadt besteht hauptsächlich aus Wetthallen und nur wenigen ‚normalen‘ Geschäften. Vor diesen stehen zahlreiche schwarze AUDI-, BMW- und Mercedes-Limousinen mit schwarzen Scheiben. Man fühlt sich sehr unwohl zumal die Fahrer in den Kiosken sitzen. Wir waren froh wieder auf dem Schiff zu sein.

Nikopol – Auch die kleine bulgarische Stadt dient eigentlich dazu, weitere Besichtigungsfahrten (u.a. nach Pleven) durchzuführen. Die Stadt selber ist relativ aufgeräumt – man sieht auch nur wenige Menschen. Zum Geldtauschen gibt es sogar eine Bank. In dem nahen Café vom Anleger konnte man sogar das WiFi kostenlos nutzen. Die Preise sind hier ausgesprochen niedrig.

Am nächsten Tag passierten wir wieder die wunderschöne Kataraktenstrecke.

Novi Sad – Die serbische Stadt hat sich schon sehr schön herausgeputzt. Hier konnten wir den Markt besuchen. Die ersten Kirschen aus der Region konnten wir erwerben. Anscheinend sind diese früher reif als in Deutschland. Das Rathaus und einige Kirchen sind beim Schlendern durch die Fußgängerzone nebenher zu besichtigen. Die Festung Petrovaradin – auch das Gibraltar der Donau genannt – sicherte die Region für Jahrhunderte.

Besonders “toll“ ist es bei der Einreise nach Ungarn, dass man um 5.30 Uhr dem Zoll sein Gesicht zeigen muss. Zwar wurde die Zollstelle durch die EU finanziert, aber trotzdem hat man den Eindruck, dass Schikane auch im Spiel ist, gerade die Passagiere der Flussschiffe zu kontrollieren. Wie werden denn sonst die Grenzen gesichert???

Kalosca – Diese ungarische Anlegestelle liegt weit ab vom Schuss. Bis zur nächsten Stadt sind es ca.5 km. Ein Spaziergang auf den Donaudeichen ist sicherlich auch schön.

Auf der Rückreise wird wieder ein Stopp in Budapest eingelegt bevor es zum Donauknie bei Visegrad (ein alter Königssitz), die alte Burg und bei Esztergom der Dom vom Schiff aus besichtigt werden kann.

Bratislava – Die Hauptstadt der Slowakei ist sicherlich auch einer der städtebaulichen Höhepunkte. Eine tolle Altstadt mit vielen Geschäften und Cafés.

Linz – Die österreichische Stadt ist die letzte Station auf dem Rückweg nach Passau. Die barocken Bauten in der Altstadt sind schön anzusehen. Nicht weit von der Anlegestelle. Am Abend sind einige Bauten durch Lichtimpressionen gestaltet.

Eine schöne Reise geht zu Ende. Wir wünschen nico cruises für den Neustart alles Gute.

weniger
transparent
zeigen

Route

Passau - Delta-Passau

Highlights der Route

Delta der Donau, Kataraktstrecke

Ausflugtipps

Zum km Null

Shoppingtipps

Markt in Budapest

seidel
Für Sie geschrieben von
Teamleiterin

transparent 05231 99340
FIRST REISEBÜRO
TransGlobus Reisebüro GmbH
Exter Straße 11 b
32756 Detmold


Finden Sie
Ihr Reisebüro

transparent
transparent
Google-Maps-Karte
154 x in Deutschland!
Hier klicken um die Facebook Like Box anzuzeigen
Wir nehmen Urlaub persönlich
Persönliche
Betreuung inklusive
Unsere 154 FIRST REISEBÜROS in
Deutschland beraten Sie
gerne und das zum gleichen
Preis wie Online!
Engagierte internationale
Reise-Community,
die Ihnen die besten
Urlaubstipps verrät und
mit denen Sie sich auch
aktiv über"s Reisen
austauschen können.
Vielfältige Auswahl
an Angeboten und
Zielen weltweit -
von Cluburlaub über
Kreuzfahrten bis
zur Individualreise.
Sicher buchen
und bezahlen
Eine verschlüsselte
Verbindung und verschiedene
Zahlungsmöglichkeiten -
so ist Buchen sicher.

TUI Deutschland GmbH - Eines unserer Reisebüros ist sicher auch in Ihrer Nähe.

TUI Deutschland betreibt fast 500 eigene Reisebüros und ist Franchisegeber für aktuell über 550 Reisebüros unter den Marken „TUI“, „TUI ReiseCenter“, „Hapag-Lloyd Reisebüro“ und „FIRST REISEBÜRO“. Unsere Geschäftsreiseeinheiten firmieren unter „FIRST Business Travel“. Damit ist der Eigenvertrieb der TUI die größte Reisebüro-Franchise-Organisation Deutschlands und Qualitätsführer in den Disziplinen Service und Kundenberatung.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in einem unserer Reisebüros.

FIRST REISEBÜRO - Wir nehmen Urlaub persönlich.

Das Leitmotiv bringt es auf den Punkt: denn in einem FIRST REISEBÜRO sind persönlicher Service und exzellente Urlaubsberatung zu Hause. Genau die richtige Marke, um Ihre Leidenschaft fürs Reisen in den Vordergrund zu stellen. Mit Engagement. Mit Leidenschaft. Mit Hingabe. Und immer mit einem Quäntchen mehr an individuellem Service sind wir Ihr verlässlicher Partner bei der Urlaubsplanung.

banner1x4