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Alentejorundreise

Portugal
von Heidemarie Seidel-Groth
erstellt am
11.04.2015

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Alentejorundreise

Stationen der Rundreise:
  • Évora

5 Tage durch den Alentejo

Die Reise begann am Tag als auch in Portugal die Sonnenfinsternis zu sehen war. Da Wolken die Sonne abdunkelte, konnte man diese mit bloßem Auge verfolgen und sogar fotografieren.

Generell kann man sagen, dass die Straßen wenig befahren und in der Regel gut sind. Warnhinweise sollte man allerdings ernst nehmen.

Die Landschaft ist hügelig und im Frühjahr noch sehr grün. Große Flächen sind mit Gras, Getreide, Wein und Olivenbäume bepflanzt. Es ist sehr schön durch die Landschaft zu „cruisen“.

Beginn und Ende der Reise war der Kreis Odemira.

Ferreira do Alentejo

Für einen kurzen Stopp und kleinen Rundgang sollte man in dieser Stadt halten. Die Altstadt steht unter Denkmalschutz.

Ganz nett ist die überlieferte Geschichte zum Namen der Stadt. Die Frau vom Schmied (port. Ferreiro) soll sich Angreifern entgegengestellt und diese vertrieben haben. Daher der Name Ferreira.

Torrao

Um nach Evora zu kommen, fuhren wir durch diese kleine Stadt. Zwei Lastwagen können sich nicht begegnen. Wahrscheinlich setzen alle darauf, dass dies nicht so häufig passiert, denn ansonsten wird es kompliziert. Ein Rundgang es schnell vorgenommen. Auf dem Hauptplatz erinnert ein Denkmal an den Dichter Ribeiro, der hier 1482 geboren wurde.

Am Ortseingang biegt ein Sandweg nach links ab, der nach ca. 2 km zu einer Befestigungsanlage aus der Kupferzeit führt “Monte da Tumba“. Während an der Strasse noch ein Schild auf dieses „Monument“ hinweist, fehlt es im weiteren Verlauf. Man sieht nur ein verlassenes Gebäude das eingezäunt wurde und einige Steine. Hier hatte man wohl auf dem „Monument“ einen Schwarzbau errichtet.

Die römische Strasse die noch erhalten ist, befindet sich am Ortsausgang Richtung Evora hinter der Brücke. Auch diese ist nicht sonderlich ausgeschildert. Allerdings findet man eine kleine Parkbucht direkt an der römischen Strasse.

Torrao gehört zum Bezirk Setubal bzw. Alcacer do Sal.

Evora

Die Stadt ist ein Hauptzentrum des Alentejos und auch aufgrund ihrer historischen Bedeutung ein UNESCO Weltkulturerbe. Besonders interessant ist, dass die Reste eines römischen Tempels noch heute direkt in der Stadt stehen. Die gesamte Altstadt ist durch eine Stadtmauer eingefasst und kann von einer Ringstrasse direkt besichtigt werden. In der Stadt selber findet man den Dom als Hauptkirche, verschiedene Paläste und zahlreiche Stadthäuser, die durch schmale Gassen verbunden sind. (Man kann leicht den Überblick verlieren). Auf einigen Plätzen lässt sich gut verweilen (z.B. der Praca do Giraldo). 715 wurde Evora von den Mauren erobert und im Jahr 1165 durch Giraldo zurück erobert. Einen ganzen Tag im Ort zu verbringen ist sicherlich angemessen.

In der Nähe (ca.10 km südlich) kann man noch die Villa Romana da Tourega besichtigen. Wie häufig, nicht besonders gut ausgeschildert. Die hinführende Sandstrasse wies zahlreiche Sandhaufen auf, anscheinend will man die Löcher der Strasse schließen. Die Strasse endet dann an einem Friedhof, einer Ruine, einem Haus und einer Kirche. Ein alter Mann saß dort und war wohl der „Aufseher“ bzw. einzige Bewohner. Zumindest hatte er den Schlüssel für ein Tor, um zum Gelände zu gelangen. Angeblich soll die Villa mal 500 qm groß gewesen sein, aber viel ist nicht übrig geblieben. (Vielleicht findet man meisten Steine in den umgebenden Häusern).

Wir verbrachten 2 Nächte in der Quinta do Xarrama (angeblich 4 Sterne). Die Quinta gehört zu den sog. Turismo Rualhäusern und hat 8 Doppelzimmer. Bewerten würden wir diese mit „mäßig“. Angestaubt und nicht auf dem Stand der Dinge. (Das Navi wollte die angegebene Adresse auch nicht kennen).

Reguengos de Monsaraz

Bekannt ist die Region vor allem durch den Weinanbau. 2015 ist man sogar Weinhauptstadt von Europa.

Besonders interessant ist der Ort Monsaraz, der einige Kilometer außerhalb auf einem Berg liegt. Neben den entzückenden Gassen und der Burganlage kann man von hier einen wunderbaren Ausblick genießen. Die Dimensionen des Alqueva-Stausee (hier wird der Guadiana aufgestaut) werden so erst richtig deutlich. Wie viele historische Orte in Portugal wurden diese seit alters her besiedelt und im 13. Jahrhundert von den Rittern des Templerordens von den Mauren erobert. Heute ist der Ort eher ein Freilichtmuseum.

Mourao

Nach der Überquerung des Stausees erreicht man den Ort Mourao. Da dieser auf der anderen Seite des Guadianas liegt, hatte er eine wechselnde Geschichte zwischen portugiesischen und spanischen Interessen. Die Altstadt steht heute unter Denkmalschutz und besitzt eine Burganlage. U.a. den sog. Uhrenturm.

Moura

Der Name stammt von der maurischen Jungfrau oder die „Maurin“. Laut der Sage sollen sich Kreuzritter verkleidet haben, nachdem sie die Hochzeitgesellschaft des zukünftigen Ehegattens überfallen und alle getötet hatten. Dadurch gelangen sie in die Burg. Als die Maurin dies erkannte stürzte sie sich vom Turm. Das Wappen symbolisiert dies noch heute.

Das Castello wurde zum Ende des 13. Jahrhundert ausgebaut.

In dem Stadtpark lässt es sich sehr schön verweilen. Auch hat man hier kostenlosen WiFi-Zugang.

Mina de Sao Domingo

Die Fahrt zu dem Ort ist sehr schön und man kann die Landschaft genießen. Der Verkehr ist sehr eingeschränkt. Man ist im Frühjahr noch fast allein. Mina de Sao Domingo trägt schon im Namen, um was es hier geht. Den Abbau von Erzen. Schon in der Frühzeit, vor den Römern wurden hier Erze abgebaut. 1858 begann die englische Firma „Mason & Barry“ mit dem Abbau. Um die Erze zu verschiffen wurde sogar eine Eisenbahnstrecke bis Pomarao am Guadiana gebaut. Für die englischen „Herren“ wurden Villen und ein Park mit Tennisplatz und Musikpavillon angelegt. Auch das Hotel war Teil der „besseren“ Gegend von Minas. 1966 schließlich wurde alles geschlossen. Große Umweltprobleme und eine verarmende Bevölkerung wurden hinterlassen. Das Minengelände und auch der offenen Bereich der Abbaugrube sind zu besichtigen. Man glaubt allerdings nicht, wenn man die Gebäude sieht, dass hier noch 1966 produziert wurde. Es sieht alles viel älter / verfallener aus.

Das 4-Sterne-Hotel ist sehr empfehlenswert (schöne Räumlichkeiten, angenehmes Zimmer / Bad).

Pomarao

In ca. 15 km über einsame, kleine Landstrassen erreicht man den Ort Pomarao. Direkt an der Grenze zu Spanien. Hier ist der Guadiana schon relativ breit, so dass man sich die Beschiffbarkeit vorstellen kann. Den Rest der Bahnlinie bzw. die Verladestation kann noch besichtigt werden.

Direkt an der Strasse befindet sich ein nettes, kleines Cafe in dem man auch Mittagessen kann.

Mertola

15 km von Mina entfernt liegt die Kreisstadt Mertola (nur ca. 2300 Einwohner) direkt am Guadiana. Sie liegt mitten in einem der größten Nationalparks „Parque Natural do Vale do Guadiana“.

Die Stadt hat eine lange Geschichte aufgrund der Lage am Fluss und den förderbaren Erzen in der Region. Die Römer prägten sogar Münzen in der Stadt. Aus dieser Zeit ist allerdings nur wenig noch sichtbar (die Funde sind im Museum zu besichtigen). Die Römer wurden von den Vandalen, Westgoten und Sueben abgelöst. Bevor die Mauren die Herrschaft übernahmen.

1238 wurde die Stadt von König Sancho II. erobert und beendete die 500-jährige maurische Geschichte.

Pulo do Lobo

Der „Wolfssprung“ ist eine Verengung des Guadiana durch Felsen. Hier bildete sich auch ein imposanter Wasserfall. Allerdings dürfte dieser nicht einfach zu finden sein. Die Anreisehinweise im Internet (z.B.Tripadviser) sind eher desinformierend. Wenn man allerdings die Touristikkarte des Kreises Mertola hat ist es fast einfach. Man fährt Richtung Norden und biegt auf die EM 501 nach Corte Gafo Cima. Zum Glück fahren hier auf der engen Teerstrasse nur sehr wenige Fahrzeuge. Weiter geht es über Amendoeira da Serra bis zu einem Eisentor einer Herdade. Dieses kann man öffnen und auf einer Sandpiste noch 1,5 km bis zum Wasserfall fahren. (Für PKW’s unproblematisch.) Über einen betonierten Weg gelangt man zum tosenden Wasserfall. Eine tolles Panorama, ein lohnenswerter Besuch und sicherlich ein „Geheimtipp“.

Auf dem Rückweg sollte man unbedingt an einer Station halten (ca. 1km hinter dem Tor) und dem Wanderweg etwas folgen. Tolle Blicke in das Guadianatal. Ebenso kann man von hier zu einem eingezäunten Hügel mit „Matu“ (Zistrosen) gehen, hier findet sich ein altes Steingrab (Anta das Pias). Dies ist allerdings nicht ausgeschildert.

Eine schöne 5-tägige Rundreise (ca. 600 km).

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Übernachtung

Keine Bewertung
Die Quinta Xarrama in Evora ist nur eingeschränkt zu empfehlen. Das Hotel in Minas Sao Domingo hingegen ist sehr gut.

Ort/Region

Tolle Landschaft -interessante Geschichte!

seidel
Für Sie geschrieben von
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