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Israel mit Meier's Weltreisen

Israel
von Kurt Amslinger
erstellt am
04.10.2015

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Israel mit Meier's Weltreisen

Mit 24 Reisebüro-Kollegen flog ich in das Heilige Land. Wir kamen am 15.06.12 mit EL AL von Frankfurt in Tel Aviv an. Israel-Reisebericht mit Bildern unter reisefundgrube.de

Tel Aviv ist die zweitgrößte Stadt Israels nach Jerusalem. Die Altstadt von Tel Aviv ist das ehemalige Jaffa, das inzwischen mit Tel Aviv eine Einheit bildet. Nach der Ankunft besuchten wir die Altstadt von Jaffa, von wo man einen sehr schönen Blick auf das neue und moderne Tel Aviv hat. Die Strände von Tel Aviv sind überfüllt, zumeist von Einheimischen. Tel Aviv hat ein sehr reges Nachtleben.

Am nächsten Tag fuhren wir mit unserer Gruppe in Richtung Totes Meer. Dabei kamen wir an den palästinensischen Autonomiegebieten der Westbank, des Westjordanlandes, vorbei. Diese Autonomiegebiete sind von einer Mauer eingegrenzt, die an unser früheres Deutschland erinnert. Die Israeli dürfen in diese Gebiete nicht einreisen, die Palästinenser umgekehrt dagegen schon, da sie oft in Israel arbeiten. Dabei sind aber Grenzübergänge eingerichtet, an denen die Einreisenden sehr genau überprüft werden.

Von einer Bergkuppe aus hatten wir einen sehr schönen Blick auf das St. Georgs Kloster, welches schon im Altertum errichtet wurde und direkt am Fußweg von Jericho nach Jerusalem liegt.

Nächster Höhepunkt war Masada, eine Bergfestung des König Herodes. Dieser Palast liegt auf einem Plateau hoch über dem Toten Meer. Das Plateau ist für Touristen einfach mit der Seilbahn zu erreichen.

Am späten Nachmittag erreichten wir den tiefsten Punkt der Erde, das Tote Meer. Bei 47 Grad Lufttemperatur war die Abkühlung im Toten Meer bei einer Wassertemperatur von 33 Grad auch nicht besonders wirksam. Das Tote Meer hat einen sehr hohen Salz- und Mineraliengehalt. Deshalb kann man sich einfach ins Wasser legen, ohne unterzugehen. Man wird immer nach oben getrieben. Das Meer hat weder Fische noch sonstiges Leben. Es hilft aber gegen Hautkrankheiten, deshalb haben die Israelis hier Kurorte errichtet. Ansonsten bietet dieser Kurort En Bokek, 390m unter dem Meeresspiegel, nicht viel, kein Nachtleben, viele ältere Leute, viele Russen.

Unser dritter Tag stand ganz im Zeichen von Jerusalem. Ich habe noch nie eine interessantere und multikulturellere Stadt gesehen. Jerusalem ist ein Zentrum für Christen, Moslems und Juden. Die Stadt hat 800 000 Einwohner, Ostjerusalem gehört den Palästinensern, Westjerusalem ist Regierungshauptstadt von Israel. Vom Ölberg aus hatten wir einen prächtigen Blick auf Jerusalem. im Zentrum der Felsendom, nach Mekka und Medina die wichtigste Moschee des Islams. Wir wanderten durch den Garten Gethsemane, besuchten die Kirche der Nationen, wo Jesu Leidensweg begann. Wir gingen den Leidensweg Jesu weiter über die Klagemauer, die Via Dolorosa bis zur Grabeskirche. Dort liegt der Stein vom Grab Jesu.

Am Nachmittag besuchten wir die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem. Diese riesige Gedenkstätte mit dem Holocaustmuseum gehört zum Pflichtprogramm von Jerusalem.

Am späten Abend fuhren wir noch nach Bethlehem und besuchten die Geburtskirche von Jesus. Da Bethlehem im Autonomiegebiet von Palästina liegt, durfte unser israelischer Reiseführer Dany Walter nicht mit. Wir wurden dort begleitet von einem sehr bibelfesten arabischen Christen.

Am nächsten Tag führte unsere Fahrt durchs Jordantal nach Bet She´an. Hier wurde in einem groß angelegten Ausgrabungsprojekt schon Siedlungen weit vor den Römern, fünftausend Jahre vor Christus, nachgewiesen.

Unser Weg führte weiter in den landwirtschaftlichen Kibbuz Kfar Ruppin. Hier lernten wir die Kibbuz-Bewegung kennen. Der Ursprungsgedanke der Kibbuze vor 100 Jahren war, die großen landwirtschaftlichen Güter in einer häuslichen Gemeinschaft zu führen. So hatten die Kibbuze ihre eigenen Schulen. Die Kibbuze im Jordantal arbeiten viel mit Bewässerung und sind sehr fruchtbar. Inzwischen werden dort sogar Salzwasserfische gezüchtet. Nach dem Sechstagekrieg mussten die Kibbuzarbeiter in Kfar Ruppin von 1967 bis 1970 in Luftschutzkellern wohnen, um vor den Anschlägen der PLO auf der gegenüberliegenden Jordanseite sicher zu sein.

Am See Genezareth machten wir eine Bootstour und sahen von dort die Stelle der Bergpredigt. Wir besuchten den Ort der Speisung der fünftausend, hier wurde eine Kirche gebaut, die Brotkirche.

Auf den Golanhöhen wurde von Israel ein Weinbaugebiet geschaffen, welches 80% des in Israel getrunkenen Weines liefert. Bei einer Weinprobe lernten wir die vorzüglichen Weinsorten kennen.

Bevor wir am 19.06.12 vom Hotel abgeholt wurden besuchte ich mit Wolfgang Lübeck und unserer Reiseleiterin Paula Müller-Zinser nochmals das Holocaust Museum in Yad Vasem. Diese Museum wird mich immer an die dunkelste Geschichte unseres Landes erinnern.

Meine Reisetips:

  1. In Israel habe ich mich zu jeder Zeit sicher gefühlt
  2. Für Jerusalem sollte man mindestens 2 Tage einplanen
  3. Totes Meer und Massada ist ein Muss
  4. Landwirtschaft und Landschaft am Jordan bis zum See Genezareth muss man gesehen haben

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