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Kuba: Paradisus Resort Rio de Oro

Kuba
von Ines Cabrera
erstellt am
04.10.2015

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Kuba: Paradisus Resort Rio de Oro

Ines Cabrera ist Spezialistin für die Karibik, Balearen, Kanaren, Mittelamerika, Tunesien, Malediven, Mauritius, alle RIU Hotels, Sandals - und natürlich Paradisus wie das Paradsus Rio de Oro an der kubanischen Atlantikküste nordöstlich von Holguin (Kuba-Infoseite der Reisefundgrube).

Es ist doch einfach unglaublich: als ausgesprochene Karibik-Fans hatten wir es bisher noch nie auf die größte der karibischen Inseln geschafft. So wurde es Zeit, dieses Manko auszubessern. Wir beschlossen, uns direkt ins Zentrum des Sozialismus zu wagen: Kuba – wir kommen. Mich hatte persönlich schon immer die Geschichte des Landes interessiert und ich hatte brav viele kürzlich erschienene Reiseberichte verinnerlicht. Trotzdem entschieden wir uns primär für einen Badeurlaub und den mit etwas Kultur und Geschichte zu garnieren. Also ab nach Kuba, Holguin.

Zu sehr moderaten Abflugzeiten bestiegen wir die Comfort Class in Frankfurt und konnten schlappe 10 Stunden später unsere Füße auf historischen, sozialistischen Boden setzen. Kuba im Jahr 56 der Revolution, belegt mit einem Embargo das sich fast schon mit dem von Nordkorea messen kann. Wir freuten uns wahnsinnig auf unseren Urlaub und waren sehr gespannt.

Raus aus dem Flieger: Das erste was uns auffiel, war die große Menschenansammlung der Flughafenbeschäftigten. Gefühlte 100 Mann und Damen wiesen den paar Passagieren den Weg ins Flughafeninnere. Dort angekommen, erlebten wir unseren ersten Flashback. Wer die DDR noch kennt, fühlt sich gleich in diese Zeit zurückversetzt. Die Farben der Wände, des Bodens – DDR-Nostalgiker kommen hier ins Schwärmen . Knirschend setzte sich das Gepäckband in Bewegung und spuckte zu unserer großen Freude gleich unser Gepäck als eines der ersten aus. Weiter zum Zoll. Auch hier wieder DDR-Style pur. Schlecht gelaunte Zollmitarbeiter fertigen immer nur einen Einreisenden ab, während der andere vor einer weißen Linie warten muß. Dabei starrt man – direkt auf Augenhöhe – in eine runde Überwachungskamera, die den Kopfbewegungen folgt. Wurde man als "würdig" eingestuft, ging man den sehr schmalen Gang entlang, wo sich dann auf Knopfdruck (ebenfalls durch den Zöllner) eine ebenfalls schmale Tür öffnet, durch die man dann schlüpfen kann. So, jetzt aber. Draußen warteten eine Unmenge Kubaner auf die ebenfalls kubanischen mitreisenden Heimkehrer. Scheinbar war das ganze Dorf mobilisiert, verspricht der Heimkehrer doch sicher tolle Dinge, die sonst aufgrund des Embargos nicht zu bekommen sind. Auf uns wartete ein sehr netter Kubaner mit Schild und unseren Namen drauf. Durch den Royal Service des Hotels hatten wir Anspruch auf einen Privattransfer.

In Kuba gibt es zwei Währungen: Den kubanischen Peso und den konvertiblen Peso, den CUC. Mit dem kubanischen Peso können die Kubaner die Dinge des täglichen Lebens kaufen. Für alles weitere braucht man den CUC, den man allerdings nur in den Tourismusgebieten direkt bekommen kann. Auch lässt sich der kubanische Peso in den CUC tauschen. So kostet z.B. ein Kühlschrank wahnsinnige 80 CUC bei einem Durchschnittseinkommen von circa 20 CUC pro Monat. Wer also keine Familie irgendwie im Tourismus arbeiten hat, oder Verwandte, die in anderen Ländern leben und arbeiten, wird das mit dem heißersehnten Kühlschrank erst mal nichts. So haben wir brav am Flughafen unser erstes Geld direkt von Euro in den sagenumwobenen CUC getauscht – zu einem festen Kurs.

Die Fahrt vom Holguin Flughafen zum Hotel Paradisus de Oro dauert circa eine Stunde (Google Map, Guaralavaca). In einem brandneuen Peugeot ging es durch die sehr karge Landschaft. Überall Grau- und Brauntöne. Es hätte seit fast vier Monaten nicht mehr geregnet, erzählte unser sehr nette Taxifahrer. Dies sei sehr ungewöhnlich. So erfuhr ich auf dieser Fahrt gleich welche Bier- und Rumsorten wir unbedingt zu probieren hatten. Ich nahm mir ernsthaft vor, jeder Empfehlung zu folgen. Ehrenwort, dazu stehe ich. Was uns auffiel waren die vielen Fahrradfahrer. So etwas kennen wir aus anderen Teilen der Karibik nicht. Auch waren viele Pferdekutschen unterwegs, die Mensch und Material transportierten.

Nach angenehmer Fahrt kamen wir im Hotel an, genauer im separaten Teil des Hotels, dem Royal Service. Königlich war dann auch die Begrüßung. Eine Dame schwebte auf uns zu und begrüßte uns in saubersten Englisch. Als sie dann merkte, dass wir Spanisch sprechen, hat sie gerne zu ihrer Muttersprache gewechselt. Erfrischungstücher wurden gereicht und sofort stand ein Kellner neben uns mit einem Begrüßungscocktail. Sämtliche Formalitäten des Eincheckens wurden uns abgenommen und wir entspannten mit unseren Drinks bereits beim Check-In.

Kurz bevor uns die nette Dame unsere Pässe und sonstigen Unterlagen überreichte, baute sich ein junger Mann neben unserer Sitzgruppe auf: "Willkommen im Paradisus de Oro. Ich bin Ray, Ihr persönlicher Butler, und für alle Belange während Ihres Aufenthaltes hier zuständig." Whow – darauf waren wir nicht vorbereitet. Klasse! Natürlich hatten wir im Vorfeld gelesen, dass der Royal Service einen Butler-Service bietet. Doch was sich hinter diesen Worthülsen verbirgt, hatten wir uns so nicht vorgestellt. Alles, wirklich alles wird auf den Gast abgestimmt. Individuelle Minibarbestückung, Essen rund um die Uhr, Schuhputzservice, spezielle Kissen, Bad einlassen ... die Liste könnte sich unendlich fortsetzen.

Wir waren erst mal damit zufrieden, dass Ray unsere Koffer und uns in ein Golfwägelchen setze und mit uns zu unserem Bungalow fuhr. Dort angekommen, bekamen wir alles erklärt: Fernseher, Klimaanlage, Jacuzzi, Außendusche, Beleuchtung, Safe, Begehbarer Kleiderschrank, Minibar, Kaffeemaschine, Essenzeiten, Reservierungen, etc. Uns schwirrte der Kopf und wir wollten erst mal eine Dusche nach der langen Reise. Da es mittlerweile schon spät war und wir uns nicht mehr aufraffen wollten, konnten wir an unserem ersten Abend gleich den Butler-Service testen. Wir bestellen unser Essen auf das Zimmer, das Ray spätestens circa 20 Minuten später mit einem Golfwagen lieferte. Klasse.

Am nächsten Morgen gingen wir erst mal auf Erkundungstour. Wie bereits beschrieben, war die Vegetation durch den fehlenden Niederschlag sehr in Mitleidenschaft gezogen. Als es dann im weiteren Verlauf unseres Urlaubes zu regnen anfing, kam der erste Grünschimmer sofort auf.

Die Anlage des Royal Service ist weitläufig und TOP gepflegt. Von der Empfangshalle mit anschließendem Barbereich hat meinen einen wundervollen Blick auf das Türkis schimmernde Meer und dem davorliegenden Pool des Royal Service. Auch mit Poolbar. Den ersten Tag verbrachten wir ganz relaxed am Pool, der sich eigentlich in drei Pools aufteilt. Die tolle Betreuung durch den Poolbar-Kellner der wirklich gefühlt alle 5 Minuten vorbeikam und sich nach unseren Wünschen erkundigte. Im Stundentakt wechselten dann Fruchtcocktails, Fruchtspieße, Canapés, Sandwiches und sonstige Leckereien. Wohlgemerkt: Zwischen dem tollen Frühstücksbuffet, Mittagessen im Restaurant des Royal Service und dem Abendessen in ebensolchem.

Es fehlt an nichts – im Gegenteil: Alles ist im Überfluss vorhanden. Und das im Land der Revolution mit dem größten US-Embargo. Die Lösung: Das Paradisus gehört zur spanischen Melia-Hotelgruppe. So wird speziell für Kuba flugs mal ein Container mit allen Leckereien und Marken gepackt und nach Kuba gesendet. Die EU hat bei weitem nicht so ein strenges Embargo wie beispielsweise die Vereinigten Staaten.

Zum Royal Service (RS) gehört auch ein eigener Standabschnitt. Auch dort mit einer Beach-Bar. Zu erreichen ist dieser zu Fuß oder mit den allzeit bereiten Golfwägelchen, die einen im Nu an jede gewünschte Stelle innerhalb des gesamten Hotelkomplexes bringen. Die Fahrer immer mit einem Lächeln auf den Lippen. Auch die Gäste außerhalb des RS dürfen diesen Strand nutzen. Allerdings nicht die fest installierten Sonnenschirme. Die sind "RS-only". Der Strand ist klein aber fein mit hellem Sand. Etwas gestört hat der viele Seetang, aber das ist nun mal Natur. Ich mag es eben nur nicht, wenn sich so was um meine Beine schlängelt. Auch hier wird man durch die Beachbar immerzu bestens versorgt.

Überhaupt ist der Service erstklassig. Immer präsent, ohne penetrant zu wirken. Egal ob beim Frühstück, Mittagessen, Abendessen oder zwischendurch. Die Kellnerinnen und Kellern merken sich sofort die individuellen Vorlieben und handeln entsprechend. Das nennen wir tollen Service. So haben wir auch sehr gerne Trinkgeld gegeben, ohne dass es je gefordert gewesen wäre. Auch die Zimmermädchen haben sich über die eine oder andere Zuwendung sehr gefreut.

Durch das US-Embargo dürfen keine Amerikaner nach Kuba. Für die hier urlaubenden Kanadier mit ein Hauptgrund nach Kuba zu reisen, wie wir erfahren durften. Kanadier und Engländer sind ein Großteil der Urlauber, der "Rest" verteilt sich gleichmäßig auf das weitere Europa. So schlossen wir sehr schnell Freundschaft mit unseren Kanadiern und Engländern und verbrachten eine wirklich tolle Zeit, die sogar in einer kleinen Schwimm-Meisterschaft "Deutschland gegen Kanada" endete, was ich ganz knapp für Deutschland entscheiden konnte.

Die Gäste des RS haben freien Zugang zu den sonstigen Anlagen des Paradisus de Oro. Wir haben alle Restaurants besucht, fanden aber "unseres" im RS das Beste. Den Pool und den Strand des "normalen" Hotels haben wir nicht besucht.

Müßiggang - Ich hatte mir kiloweise Bücher mitgenommen. Jetzt wird gelesen, stundenlang! Doch es klappt nicht. Gerade ein paar Sätze komme ich voran, dann muss ich wieder die Finger zwischen die Seiten klemmen und auf dieses maßlos kobaltblau-türkisgrüne Funkeln und Leuchten der karibischen See starren. Also weg mit dem Buchstabenbrei!

Ich werfe das Buch weit von mir und lasse diesen Farbcocktail vollends von mir Besitz ergreifen. Nach und nach strömt er in mein Hirn und färbt den Verstand ein. Selbst wenn ich die Augen schließe, ist alles blaugrüntürkis. Jetzt herrscht Friede. Endlich. Als mir das Zeitgefühl vollends entgleitet raschelt es im Gebüsch und Winston, mein Lieblingskellner, taucht mit einem Rum-Punsch auf. Ein breites Lächeln auf seinem Gesicht. Die Zeit schlurft dahin. Tagsüber schüttet es Licht und in der jäh herabstürzenden Nacht sprühen die Sterne, als tobe eine wilde Party am Himmelsgewölbe.

Doch wir sind auf historischem Boden. Also reißen wir uns aus der Behaglichkeit der Langsamkeit und organisieren über unseren Butler einen Tagestrip nach Santiago de Cuba. Das Hotel fertigt für uns ein Lunch-Paket und ab geht die Fahrt im klimatisierten Taxi zu den Ursprüngen der Revolution. Unser Fahrer hat extra die optisch schönere Route gewählt, damit wir mehr vom Land sehen können. Kaum verlassen wir die Region um Holguin wird das Land grüner und saftiger. Unser Fahrer konnte zwar Englisch, aber als er entdeckte, daß wir spanisch sprechen, ging er in die Vollen. Auf den 3,5 Stunden nach Santiago und den 3 Stunden wieder zurück konnten wir so viel vom Leben auf Kuba erfahren.

Santiago de Cuba selbst ist, wie es Klischees vorschreiben. Die Zeit ist stehen geblieben. Hier in der Stadt und im ganzen Land. Der Prunk vergangener, glorreicher Tage ist noch allgegenwärtig, wenn auch marode. Gebäudefassaden, Autos – alles wie konserviert und doch lebendig. Aus allen Ecken strömt der kubanische Salsa und schafft, vermischt mit den Gerüchen der Karibik, dieses einzigartige Kuba-Feeling. Dank der profunden Ortskenntnis unseres Fahrers konnten wir alle Hot-Spots Santiagos besichtigen, inklusive der sorgsam gepflegten Einschusslöcher der Moncada-Kaserne, wo die Revolution ihren Ursprung nahm.

Als wir Kuba nach 11 Nächten wieder verlassen, ist uns melancholisch zumute. Es war eine wundervolle Zeit in einem wirklich tollen Hotel in einem Land, das noch immer sich selbst sucht.

Gerne schauen wir Kuba dabei zu. Unsere kanadischen Freunde haben eine Revanche der Schwimm-Meisterschaft gefordert. Gerne erfüllen wir Ihnen diesen Wunsch und kommen wieder nach Kuba, ins Paradisus de Oro, Royal Service.


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