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Mit dem Traumschiff zu den Hamburger Cruise Days

Phoenix
von Karl-Josef Heinrichs
erstellt am
19.09.2017

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Mit dem Traumschiff zu den Hamburger Cruise Days

Bei einer besonderen Kurzkreuzfahrt konnte jetzt eine Gruppe unserer Reisebüros das ZDF Traumschiff, die MS AMADEA kennenlernen und gesellige unterhaltsame Stunden an Bord verbringen. Die dreitägige Kreuzfahrt startete in Bremerhaven, führte über die Elbe zu den Cruisedays nach Hamburg und endete nach einem Besuch auf der Insel Helgoland wieder in Bremerhaven.

Die AMADEA ist das Flaggschiff der Phoenix-Flotte. Sie ist mit fast 29.000 BRZ für maximal 600 Kreuzfahrtgäste neben ARTANIA und ALBATROS das kleinste Schiff der in Bonn sitzenden Reederei. Sie bietet viel Platz an Deck, großzügige Restaurants, Salons und Bars, geräumige und gut ausgestattet Kabinen, die alle außen liegen. In zwei gleichwertigen Restaurants speisen alle Gäste in einer Tischzeit. Auf der Lido-Terrasse besteht bei guter Witterung das Frühstück und Mittagessen auch draußen einnehmen. Sieben Bars, Aussichtssalon, Rauchersalon, Bibliothek, Kaminzimmer und Internet-Café laden zum Verweilen ein. Eine Aussichts-Lounge, Kino, eine doppelstöckiger Show- und Musiksalon, eine Bord-Boutique, eine großzügige Lobby mit Rezeption und auch ein Schiffshospital gehören zur Ausstattung genauso wie ein Spa-Bereich mit Beauty-Salon, Fitness-Center, Massage, Sauna, Dampfbad Ruhezonen.

Das besondere Plus der AMADEA sind die vielfältigen Routen. Dafür wurde sie 2016 ausgezeichnet: Sie erhielt den Kreuzfahrt Guide Award für das beste Routing. Ungewöhnliche und selten angelaufene Häfen in Kombination mit klassischen Zielen und wunderschöne Destinationen, die nur kleinere Hochseekreuzer anlaufen können, machen dabei den Reiz der Phoenix-Reiserouten aus.

Von all dem konnte sich unsere Reisegruppe einen kleinen Einblick verschaffen und selbst ein Bild machen. Eine Besonderheit erwartete uns bereits bei der Ankunft am Kreuzfahrtterminal in Bremerhaven. Dort waren alle drei Phoenix-Hochseeschiffe versammelt und lagen nebeneinander. Auch das vierte Schiff, die MS Deutschland lag noch im Hafen. Sie hatte am Vortag die diesjährige Kreuzfahrtsaison nach elf Kreuzfahrten beendet und wird im April wieder für Phoenix in See stechen.

Nach dem Bezug der Kabinen und der obligatorischen Sicherheitsübung konnten wir uns von der abwechslungsreichen Küche des Schiffes überzeugen. Die Restaurants "Vier Jahreszeiten" und "Amadea" bieten Gastlichkeit und aufmerksamen Service in einer langen Tischzeit bei freier Platzwahl. Zu den mehrgängigen Mittag- und Abendessen werden kostenfrei Wasser, Säfte und Tischwein serviert.

Am nächsten Tag stand für unsere Gruppe nach dem Frühstück ein kleiner Willkommenscocktail in der Bibliothek auf dem Programm. Dann war es aber auch schon Zeit die Panoramafahrt auf der Elbe und das Einlaufen in den Hamburger Hafen zu verfolgen. Leider spielte dabei das Wetter nicht ganz mit und der oft typische Hamburger Regen begleitete unsere Einfahrt. Aber nach dem Mittagessen wurde es besser und zumindest blieb es trocken, so dass der Erkundung der Stadt und des vielfältigen Cruisedays-Programms nichts im Weg stand. Für unsere Gruppe hatten wir zudem noch kurzfristig eine Besichtigung des Flussschiffes MS Sans Souci organisieren können, die zum ersten Mal bei den Cruisedays dabei war.

Am Abend konnten wir nach den wieder vielfältigen Menüs in den Restaurants ein erstes Cruisedays-Feuerwerk genießen, die Bars und das Showprogramm entdecken und beim mitternächtlichen Auslaufen unseres Schiffes den Blue Port mit seinen vielen Beleuchtungsvariationen alle in Blau entdecken. Der Blue Port Hamburg ist ein Lichtprojekt des Künstlers Michael Barz das den Hamburger Hafen und seine Gebäude in mystisches Licht hüllt. Es wurde in diesem Jahr zum zehnten Mal durchgeführt.

Am Mittag des nächsten Tages erreichte unser Schiff bei nicht so gutem Wetter die Insel Helgoland. Der Kreuzfahrtdirektor machte aber bei seiner Mittagsdurchsage allen Passagieren Mut und verkündete für den nachmittags geplanten Landgang sogar noch Sonnenschein. Und er sollte Recht behalten. Die ersten Tenderboote wurden nach dem Mittagessen fertig gemacht und die Passagiere nach und nach gut organsiert ausgebootet

So stand einem Spaziergang auf Deutschlands einziger Hochseeinsel nichts im Weg. Ein Rundweg entlang der Klippen und ein Besuch der vielen Vogelfelsen gehörte für die meisten Besucher dazu und natürlich eine Stippvisite in einem der vielen kleinen Geschäfte. Auf der Insel ist die Möglichkeit zollfrei einzukaufen. Und so war manche Tasche beim Rückweg auf das Schiff mehr dabei als auf dem Hinweg.

Nach dem Abendessen hatte der Kreuzfahrtdirektor dann für viele Gäste noch ein weiteres Ass im Ärmel. In der Show-Lounge konnte er passend zur Nordsee das Duo Klaus und Klaus mit seinem Hit An der Nordseeküste begrüßen, mit denen sie 1980 ihren Durchbruch erzielten.

Am nächsten Morgen hieß es dann nach dem Frühstück Abschied nehmen von MS AMADEA. Und bei dem ein oder anderen war schon der Katalog mit neuen Reiseüberlegungen im Gepäck.

MS AMADEA ist sicher eine Alternative zu den deutlich größeren Schiffen der Mitbewerber. Sie glänzt durch ihre familiäre Atmosphäre und vor allem durch ihre ausgezeichnete Routenauswahl und das bei einem sehr guten Standard.

Karl-Josef Heinrichs

PS
Bei einem Start ab Bremerhaven bietet sich eine vorherige Anreise an. Im Hotel Atlantic, direkt an der Wasserfront und in Zentrumsnähe mit Klimahaus und Einwanderer-Museum, werden Arrangements angeboten bei denen auch das Parken in der Hotelgarage während der Kreuzfahrt inkludiert ist. Bremerhaven ist auf jeden Fall einen Kurzaufenthalt wert.


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