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Persien - Mosaik der Kulturen

Iran
von Monika Eichmann
erstellt am
23.10.2017

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Persien - Mosaik der Kulturen

Ich habe vom 18.04. bis 27.04.2016 unsere Gruppenreise nach Persien begleitet und war absolut begeistert.

1.Tag, 18.04.2016 Anreise in den Iran
Anreise mit DB 2. Klasse vom Heimatort nach Hannover. Linienflug nach Shiraz.

2. Tag, 19.04.2016 Shiraz: Persepolis
Ankunft in Shiraz. Fahrt zum Hotel und Check-In. Nach dem Frühstück haben wir einen Ausflug zur Königsstadt Persepolis, eine der faszinierendsten Ruinenstätten der Welt und ein Höhepunkt unserer Iranreise, unternommen. Die berühmten Basreliefs an den Treppen-aufgängen zur Apadana und die Paläste von Darius und Xerxes künden von der 2.500 Jahre alten Geschichte der Perserhauptstadt. Die Darstellungen der Völker des Reiches bezeugen das große Interesse der Könige an den unterschiedlichen Sitten, Trachten und Physiognomien ihrer Zeit. In Naqsh-e Rostam sieht man die Felsengräber der Achämeniden, das zoroastrische Feuerheiligtum und sassanidische Felsreliefs, die voller Stolz von einem historischen Sieg über die Römer künden. In Naqsh-e Rajab waren wir von der Darstellung Shapurs I. mit seinem Gefolge auf einem Relief begeistert. Zurück nach Shiraz.

3. Tag, 20.04.2016 Shiraz: Persische Poesie
An diesem Tag begannen wir mit der Besichtigung von Shiraz. In Shiraz, der "Stadt der Liebe, der Rosen und der Nachtigallen", lebten die berühmten Dichter Saadi und Hafiz, die auch die deutschsprachige Literatur maßgeblich beeinflussten. Wir besuchten deren Mausoleen. Ein Spaziergang durch den Eram-Garten (Paradiesgarten), in dessen Zentrum ein Gartenpalast steht, sowie durch den Narandjestan-Garten (Orangengarten) darf ebenfalls nicht fehlen. Wir besuchten außerdem die Rosenmoschee aus dem 19. Jh. und bummeln über den Vakil Basar, der als der schönste Basar Irans gilt.

4. Tag, 21.04.2016 Shiraz Yazd
Großartig ist die Fahrt über einige Gebirgspässe von Shiraz nach Yazd. Unterwegs besichtigten wir die achämenidische Königsresidenz Pasargadae mit den Palästen und dem Grab Kyros des Großen. Hier erfuhren wir mehr von dem Begründer des ersten Weltreichs in der Geschichte. Pasargadae wurde im Jahr 550 v. Chr. an der Stätte des Sieges über den Mederkönig Astyages errichtet, verlor jedoch seine Bedeutung, als Darius seine Residenz nach Persepolis verlegte. Ein Erlebnis ist auch die Fahrt über die weiten Hochflächen des Iran, die einen Eindruck von den Dimensionen Zentralasiens vermitteln. Ankunft in der Wüstenstadt Yazd, wo wir am Abend noch das "Haus der Kraft" (Zur-Khane) besuchten, eine Sportstätte der besonderen Art, die auf vorislamische Traditionen zurückgeht.

5. Tag, 22.04.2016 Yazd Isfahan
Yazd gilt als Zentrum der Zarathustra-Anhänger im Iran. Der Feuertempel und die Totentürme der Zarathustrier in Yazd erscheinen rätselhaft und geheimnisvoll und belegen die Anwesenheit der seit rund 1.300 Jahren hier ansässigen Zoroastrier. In der verwinkelten Altstadt überragt seit fast 1.000 Jahren das blaue Portal der Freitagsmoschee die alten Lehmhäuser. Von der schiitischen Tradition der Passionsferien erfuhren wir auf dem Mir-Chakhmaq-Platz, der von einer prächtigen Tribüne und von Windtürmen geprägt ist. Anschließend fuhren wir nach Isfahan. Unterwegs sieht man noch die architektonisch hochinteressante Moschee der Stadt Nain, die ein Vorbild für die Wunder von Isfahan war.

6. Tag, 23.04.2016 Isfahan: die Hälfte der Welt
Ihr Aufenthalt in Isfahan beginnt auf dem überwältigenden Imam-Platz, dem die Baumeister von Shah Abbas I. sein heutiges Aussehen verliehen. Hier schlägt das Herz der Stadt. Den einstigen Polo-Platz säumen der safawidische Palast Ali-Qapu, deren Musikzimmer Sie erkunden, die vollständig mit türkisfarbenen Fayencen verzierte Imam-Moschee und die Lotfollah-Moschee mit ihrer einzigartigen Kuppel. Ihre Farben werden von Kunsthistorikern als Hinweis auf die häufige Anwesenheit der Damen des Hofs erklärt. Schon der französische Reisende Pierre Loti, der Isfahan Anfang des 20. Jh. besuchte, schwärmte von dieser Stadt, die auch als Perle des Orients bezeichnet wird. Wunderschöne Wandmalereien begeistern bei der Besichtigung des Palastes der vierzig Säulen. Der Name Tschehel Sotun (Vierzig Säulen) bezieht sich auf die 20 sich im Wasserbecken spiegelnden Säulen. Auch wir bummelten über den historischen Basar! Ein Spaziergang über die romantisch angelegten Brücken des 17. Jh. beendete den Tag.

7. Tag, 24.04.2016 Isfahan: Moscheen und Kirchen
An diesem Tag sahen wir die Freitagsmoschee, die wie kein anderes Gebäude im Iran die unterschiedlichen Stilepochen islamischer Baukunst widerspiegelt. Sie ist ein regelrechtes Kaleidoskop iranischer Architektur. Sie geht auf die Seldschuken zurück und weist eine der schönsten Gebetsnischen aus mongolischer Zeit auf. Doch auch armenische Architekten und Handwerker haben die Stadt geprägt. Von den Einflüssen christlich-armenischer Einwanderer zeugen nämlich die mit Mosaiken und Malereien verzierte Vank-Kathedrale mit ihren Ikonen und Fresken sowie das armenische Heimatmuseum im Jolfa-Viertel. Die Gärten und Parks laden am Abend zu einem letzten Spaziergang ein.

8. Tag, 25.04.2016 Isfahan Teheran
Aus dem 14. Jh. stammt die Hauptmoschee von Natanz, die bezeugt, dass auch kleinere Städte sich repräsentative Gebetsstätten leisten konnten. In Kashan besuchten wir ein altes Stadthaus mit den für diese Region typischen Windtürmen. Vorbei an dem alten schiitischen Wallfahrtsort Qom fahren Sie weiter in die Hauptstadt. Bei guter Sicht kann man sogar den Gipfel des fast 5.700 m hohen Demavand erkennen. Weiterfahrt nach Teheran.

9. Tag, 26.04.2016 Teheran: moderne Metropole
Bei einer Besichtigung Teherans, mit rund 15 Millionen Einwohnern die größte Stadt Vorderasiens, lernten wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennen. Dazu gehört auf jeden Fall der Golden Palast. Der Rosengarten-Palast diente einst den Herrschern als Residenz und Regierungssitz. Einen Überblick über die reiche Kultur des Landes bieten die archäologischen und islamischen Sammlungen des Nationalmuseums. Das Gebäude wurde in den 1930ern nach den Plänen des französischen Archäologen André Godard errichtet. Dort befinden sich u.a. Exponate aus vor- und frühgeschichtlicher Zeit. Da Persien diese Handwerkskünste zu höchster Vollendung geführt hat, sollen die Schätze im Glas- und Keramikmuseum nicht fehlen. Dieses zählt nämlich zu den schönsten Museen Irans, nicht nur aufgrund seiner beeindruckenden Kollektion aus diversen Epochen, sondern auch wegen ihrer gelungenen Präsentation in italienischem Design.

10. Tag, 27.04.2016: Heimreise
Fahrt zum Flughafen und Rückflug zum Ausgangsflughafen.
Rückfahrt mit DB 2. Klasse von Hannover zum Heimatort.


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