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Rendezvous mit der Rhone

A-ROSA
von Karl-Josef Heinrichs
erstellt am
06.07.2015

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Rendezvous mit der Rhone

Gruppenreise des FIRST REISEBÜRO Lagraff mit der A-ROSA STELLA

Zum Rendezvous in die Provence startete eine Reisegruppe des FIRST Reisebüro Lagaff in der letzten Märzwoche. Dabei konnten die Teilnehmer auf der A-ROSA STELLA das mediterrane Südfrankreich erkunden. Genug Zeit, um die schönsten Städte der Provence zu erleben, sich zwischen Kultur und französischem Lebensgefühl treiben zu lassen und alle Möglichkeiten der Ruhe und Erholung zu nutzen, die das komfortable Schiff anbot.

Nach einer bequemen Busanreise ist der Start der Schiffsreise in Lyon. Am späten Nachmittag erreichen die Teilnehmer die Hauptstadt der Region Rhône-Alpes im Südosten Frankreichs. Sie ist nach Paris und Marseille die drittgrößte Stadt des Landes. Der rund 1,5 Millionen Einwohner zählende Ballungsraum ist der zweitgrößte Frankreichs nach der Île-de-France. Die Altstadt und ein Teil der Halbinsel Lyons wurden 1998 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Lyon ist Bischofssitz des Erzbistums Lyon der römisch-katholischen Kirche in Frankreich. Bischofssitz ist die Kathedrale von Lyon in der Altstadt.
Rote Rose in üppigem Kussmund. So begrüßt die A-ROSA STELLA ihre Gäste im Hafen von Lyon. Auch die Besatzung heißt die weiblichen Passagiere mit einer langstieligen dunkelroten Rose willkommen. Mit rund 50 Mitarbeitern sorgt die Mannschaft in den nächsten sechs Tagen für das Wohl der 180 Passagiere. Am späten Abend startete die A-ROSA STELLA zu ihrer Fahrt, die bis an den Anfang des Rhonedeltas nach Arles und zurück nach Lyon führen sollte. Weiteren Haltepunkte auf der Reise werden die Städte Viviers und Avignon sein. Dabei werden sowohl bei der Hinfahrt als auch auf der Rückfahrt 12 Schleusen zu passieren sein.

Viviers

Am Mittag des zweiten Tages nach einem entspannten Frühstück, einem Willkommensdrink und Snacks auf dem Oberdeck für die Passagiere erreicht das Schiff bei strahlendem Sonnenschein die kleine Stadt Viviers. Viviers liegt im Département Ardèche und ist eine mittelalterlich geprägte Stadt. Der Ort ist die Hauptstadt des Vivarais und seit dem 5. Jahrhundert als Sitz der Diözese Viviers ein wichtiges religiöses Zentrum. Bei einem Stadtrundgang konnten die Teilnehmer in die Geschichte eintauchen und viele der Sehenswürdigkeiten entdecken wie Z.B. die Stadtbefestigung, die Kathedrale Saint-Vincent, den Bischofspalast aus dem 18. Jahrhundert oder die Kirche Notre-Dame-du-Rhône.
Am Abend verlässt die A-ROSA die kleine Stadt und macht sich auf den Weg nach Arles.

Arles

Am frühen Morgen des nächsten Tages legt das Schiff am Anleger von Arles an. Bei zunächst etwas bedecktem Wetter machen sich die Teilnehmer auf um Arles und die Umgebung zu erkunden. Fahrten nach Aix on Provence und Naturerkundungen in die Weiten der Camargue stehen neben Stadtführungen in Arles auf dem Programm. Der historische Stadtkern von Arles liegt am Ostufer der Rhône, 24 km vom Mittelmeer entfernt. Zu Arles gehört das Gebiet der gesamten Camargue. In Arles kreuzte sich die Römerstraße Via Agrippa nach Lyon mit der Via Aurelia, die Massilia mit Rom verband. Arles wurde im 3. Jahrhundert Sitz eines Bischofs. Als Hauptumschlagplatz wurde es in der Folge von Westgoten und Sarazenen mehrmals erobert und zerstört, dennoch behauptete es lange seinen Glanz. Seit 1981 stehen viele der antiken und romanischen Denkmäler der Stadt auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Arles gehört zu den sehenswertesten Städten der Provence und besitzt zahlreiche Überreste antiker Pracht und viele andere Bauwerke wie das Amphitheater, das Antike Theater, das unter Kaiser Augustus um 25 v. Chr. errichtet wurde, die Kathedrale Saint-Trophime als das bedeutendste Bauwerk der Stadt mit berühmtem Portal und Kreuzgang. Das Portal ist zwischen 1150 und 1200 errichtet worden und gilt neben dem von St-Gilles als das bedeutendste romanische Portal der Provence.

Avignon

Mittags heißt es dann wieder alle Mann an Bord und die A-ROSA startet zu ihrer Panoramafahrt nach Avignon. Vorbei an wunderschönen Landschaften und kleinen Orten erreicht das Schiff am späten Nachmittag sein Tagesziel. Avignon befindet sich am Zusammenfluss der Rhône und der Durance und ist die größte Stadt des Départements Vaucluse. 12.000 Einwohner leben innerhalb der Stadtmauer. Da Avignon von 1309 bis 1423 Papstsitz war, trägt sie den Beinamen „Stadt der Päpste“. Die Altstadt mit ihren prächtigen, mittelalterlichen Häusern ist von einer intakten und imposanten Befestigungsmauer umgeben. Sie zählt mit dem gotischen Papstpalast aus dem 14. Jahrhundert, der Bischofsanlage, dem Rocher-des-Doms und der berühmten Brücke Pont St. Bénézet zum UNESCO-Weltkulturerbe. Schon abends starten die ersten Teilnehmer zur Erkundung der Stadt die in ein wunderschönes Licht getaucht ist. Am nächsten Morgen ist die Stadt dann mit Leben gefüllt. Neben dem Besuch der vielen Sehenswürdigkeiten laden viele kleine Cafes und Restaurants zum Verweilen ein oder viele kleine Geschäfte bieten ihre oft landestypischen Waren an.
Aber schon am Nachmittag heißt es schon wieder Abschied nehmen. Nach einem kurzen Abstecher mit dem Schiff zur Brücke von Avignon nimmt der Kapitän wieder Kurs auf Lyon. Am Abend passiert das Schiff zum zweiten Mal die größte Schleusse an der Rhone: Langsam gleitet das Schiff in die nur zwölf Meter breite Schleuse. 22 Meter geht es in Bollène, der größten Schleuse, in die Höhe. Die schwarz getünchten und mit Muscheln übersäten Wände sind zum Greifen nahe. Nach fast 30 Minuten öffnet sich das Schleusentor und entlässt das Schiff wieder in das Tageslicht.

Lyon

Am nächsten Morgen hält das Schiff für einen kurzen Stopp in Vienne. Hier starten die ersten Ausflüge um Lyon zu entdecken. Die gesamte Reisegruppe nimmt an der interessanten Stadtrundfahrt teil. Der erste Halt gilt den Markthallen von Lyon, die ihren Namen vom berühmten Koch Paul Boccuse erhalten haben. Kleine Wurst-, Käse- und Wein-Kostproben gehören natürlich zum Programm. Weiter geht es duch die Stadt zum Besuch einer Seidenmalwerkstatt. Abschluss bildet ein Besuch der Basilika Notre-Dame de Fourvière, die die ganze Stadt überragt. 1871 wurde sie auf der Spitze des gleichnamigen Hügels errichtet. Inzwischen ist die A-ROSA in Lyon angekommen und die Teilnehmer werden zurück zum Schiff gebracht. Nach dem Mittagessen starten dann viele wieder in die nahe Stadt um ihre Erkundungen individuell fortzusetzen oder eines der vielen Cafes zu besuchen.
Neben zahlreichen Theatern bietet Lyon ein Opernhaus, das überregionale Bedeutung hat und dessen Architektur als Meisterwerk des Architekten Jean Nouvel gilt. Lyon ist auch bekannt für sein Marionettentheater. Die Stadt zählt an die 30 Museen. Auf dem Fourvière-Hügel im Westen der Stadt befindet sich ein Theater aus der Römerzeit, das auch heute noch für Aufführungen genutzt wird. Auf dem Croix-Rousse-Hügel stößt man auf die Reste des römischen Amphitheaters. Die inzwischen weltweit tätige Lyoner Künstlergruppe CitéCréation wertete insbesondere den Stadtteil Les États-Unies mit großflächigen Fresken und Wandmalereien auf. Die Murals in Lyon bestehen inzwischen aus über 100 Kunstwerken auf Mauern und Gebäuden mit Motiven aus der Geschichte und dem Leben der Stadt.
Der Tag in Lyon klingt mit einem festlichen Abendessen und einem Abschiedsumtrunk mit dem Kapitän aus. Am nächsten Morgen steht pünktlich der Bus vor dem Anleger und bringt die Kreuzfahrer wieder sicher nach Hause. Für viele Teilnehmer ist klar, dass es nicht ihre letzte Fahrt mit einem Flussschiff ist und erste Überlegungen für weitere Reisen in andere Zielgebiete werden bei der Rückfahrt schon gemacht.
Karl-Josef Heinrichs


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