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Rundreise Namibia

Namibia
von Sarah Bisle
erstellt am
22.12.2015

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Im Etosha
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Rundreise Namibia

Stationen der Rundreise:
  • Namibia

Reisetagebuch von Johann Bisle:

Rundreise durch Namibia

vom 19. Februar – 9. März 2013:

Dienstag, 19. Februar 2013:

Wir sagen Krumbach bei -2 Grad und einer geschlossenen Schneedecke für knapp drei Wochen ade. Mit dem Zug geht es über Günzburg und Frankfurt Hauptbahnhof, wo wir uns im McDonald’s noch ein letztes Mal stärken, auf den Rhein-Main-Airport Frankfurt.

Dort kommen wir um ca. 15.00 Uhr an und nach einem kurzen Orientieren und dem Fahren mit führerlosen Zügen von Terminal I zu Terminal II erreichen wir den Check-In der Air Namibia im Block D – Schalter 881-884 und können auch gleich einchecken. Unsere Plätze hatte ich tags zuvor beim Online-Check-In bereits ausgewählt. Leider wurde uns am Schalter gleich mitgeteilt, dass der Flug heute zwei Stunden Verspätung hat. Doch dies ließ uns den Urlaubsmodus nicht vermiesen. Wir machten uns auf den Weg durch den Flughafen und lernten in einem Bücherladen eine junge Studentin aus Freiburg kennen, die ebenfalls nach Windhoek eingecheckt hatte. Sie erzählte uns von ihrem einjährigen Praktikum dort und war ganz hin und weg von Namibia. Um 21.00 Uhr war es dann soweit; wir durften einsteigen. Das Flugzeug, ein Airbus A343-300 mit 286 Plätzen war zum Glück nur mit knapp 150 Personen besetzt. Um 21.45 Uhr hob die Maschine vom Frankfurter Boden ab und machte sich auf den 10stündigen Direktflug nach Windhoek. Um 23.00 Uhr gab es dann noch ein recht gutes Abendessen an Bord und danach wurde von der Kabinencrew das Licht ausgemacht. Durch die wenigen Fluggäste war es möglich, dass fast jeder einen bequemen Schlafplatz fand.

Mittwoch, 20. Februar 2013 – Safari Court Hotel Windhoek – Zimmer 4006:

Nach 9 Stunden und 55 Minuten war es um 8.20 Uhr soweit. Wir landeten nach einem, bis auf mehrere Gewitter über Zentralafrika, ruhigen Flug auf dem Hosea Kutako International Airport in Windhoek. Wir waren in Afrika angekommen. Dies merkte man auch sofort, denn das Thermometer zeigte bei einem wolkenlosen Himmel bereits 23 Grad an. Auf dem Weg vom Flugfeld zum Terminal, der zu Fuß zurückgelegt werden musste…, sahen wir bereits die ersten Tiere. Riesige Käfer und Schmetterlinge ließen uns erahnen, dass es hier alles etwas anderes als daheim ist.

Auch bei der Zollkontrolle bekamen wir afrikanische Geschwindigkeit gleich zu spüren. Wenige Minuten vor uns war eine andere Maschine der Air Namibia aus Kapstadt gelandet und so waren gut 250 Personen in der Halle vor der Kontrolle. An drei Schaltern ging es recht gemächlich vorwärts. Die Krönung war dann, dass eine Zollbeamtin um Punkt 9.00 Uhr ihren Schalter zumachte und die Halle verließ. So standen wir gut eine Stunde, bis wir endlich durch die Passkontrolle kamen. Unsere Koffer waren auf dem Gepäckband bestimmt schon 100 Runden gelaufen… Ich ging sofort zum Schalter der „Bank of Windhoek“ um 50 € in namibische Dollars zu tauschen und damit bei der Namibischen Telefongesellschaft eine SIM-Karte für unser Handy zu kaufen. Dies klappte auch ganz gut, aber es dauerte. Da wurde uns schon klar, wir sind nicht mehr daheim. Nein wir sind in Afrika.

Danach machten wir uns sofort auf die Suche nach unserem Abholer von Meier’s Weltreisen. Den fanden wir dann auch relativ schnell in Gestalt eines netten, jungen deutschsprechenden Namibiers. Mit uns waren noch sechs weitere Gäste mitangekommen. Sie hatten aber bei Der Tours gebucht. In gemächlichem Tempo verließen wir die Flughafenhalle und fanden dann den Minibus, mit dem wir die 45minütige Fahrt ins Safari Hotel nach Windhoek in Angriff nahmen. Schon auf dieser Fahrt bekamen wir einen ersten Eindruck von der enormen Weite des Landes. Immer wieder waren Paviane an den Straßenseiten zu sehen und auch erste Springböcke ließen sich blicken. Um 11.00 Uhr kamen wir im Hotel an und nach einer langwierigen Eincheckphase war auf dem Zimmer zuerst mal eine Pause angesagt.

Doch kaum kamen wir zur Ruhe, was war denn das, es begann zu regnen. Zum ersten Mal nach vielen Wochen öffnete der Himmel über Windhoek seine Schleusen und es regnete zwei Stunden mal mehr oder weniger. In der Zwischenzeit hatte ich bereits mit Falco Krenz, dem Cousin vom Freund meiner Arbeitskollegin, der in Windhoek wohnt via Facebook Kontakt aufgenommen. Mit ihm hatten wir bereits zuhause ausgemacht, dass wir Geld tauschen können, da immer wieder jemand von der Familie nach Deutschland fliegt und da ja bekanntlich Euros braucht. Um 17.45 Uhr kam dann Falco ins Hotel und wir tauschten das Geld zum Kurs von 1:11,95. Falco blieb noch eine gute Stunde da, wir redeten über Gott und die Welt. Ein netter Junge, der jetzt seit Januar als Rechtsanwalt seine Brötchen verdient. Am Abend gingen wir um 18.30 Uhr zum Buffet im Hotel und trafen da auch vier weitere Urlauber, welche mit uns vom Flughafen angereist waren. Man kam ins Gespräch und war sich auch gleich sympathisch. Diese zwei Pärchen (Herbert und Mechthild aus Melle bei Osnabrück sowie Florian und Sandra aus Sehlem bei Trier) sollten uns während der gesamten Rundreise begleiten. Nach dem Essen liefen wir noch eine kleine Runde und fielen um 22.30 Uhr todmüde ins Bett.

Donnerstag, 21. Februar 2013 – Safari Court Hotel Windhoek – Zimmer 4006:

Nach dem Frühstück um 8.00 Uhr war die erste Erkundungstour von Windhoek auf eigene Faust angesagt. Da das Safari Hotel etwas außerhalb am südlichen Ortsrand lag, gab es jede volle Stunde einen Shuttle-Transport in die Innenstadt. Diesen nahmen wir um 9.00 Uhr in Anspruch und nach 15 Minuten Fahrzeit erreichten wir den zentralen Taxi- und Shuttlebusparkplatz. Sofort machten wir uns auf den Weg den Berg der Fidel-Castro-Straße hinauf zur Christuskirche die auf einer Anhöhe steht. Die von 1907–1910 erbaute Kirche der Windhoeker Gemeinde der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Namibia (DELK). Sie gilt als Wahrzeichen der Stadt. Imposant steht sie in der Mitte eines Kreisverkehrs den wir überqueren mussten. Hier wurde uns zum ersten Mal der Linksverkehr zum Problem. Ferner war der Platz auch von fliegenden Händlern, die ihre Waren anpriesen, bevölkert. Leider war die Kirche verschlossen, sodass wir den inneren Bereich nicht betreten konnten. Weiter ging es zum Tintenpalast, dem Sitz des Parlaments von Namibia, der Nationalversammlung. Imponierender wie der Palast war aber die Gartenanlage in Terrassenform. Dort ließen wir uns mal gleich zu einer Pause nieder und genossen die Aussicht über die Stadt. Von dort ging der Weg zum Reiterdenkmal und zur Alten Feste, alles Überbleibsel aus der deutschen Kolonialzeit. Die Alte Feste beheimatet auch das Nationalmuseum des Landes. Dies besuchten wir gleich mal und waren beeindruckt von der lebendigen Geschichte in den Gemäuern. Beim Blick durch die Fenster in Richtung Stadt, hatte man immer das Reiterdenkmal vor der Linse. Es wurde 1912 eingeweiht und soll an die Kolonialkriege des deutschen Kaiserreichs gegen die Herero und Nama von 1903 bis 1907 in Deutsch-Südwestafrika erinnern. Bis jetzt so kurz vor Mittag war das Wetter mit 25 Grad noch recht angenehm und wir machten uns auf den Weg in die Independence-Street, der Hauptstraße der Stadt. Dort fanden wir auch einen Supermarkt, wo wir uns mit Getränken eindeckten und auch was zum Essen fanden. Nach dem Mittagessen im Park, ging es um 12.30 Uhr wieder zurück ins Hotel. Danach gingen wir an den Pool um ein bisschen zu planschen, bevor es so gegen 16 Uhr wieder etwas zu regnen begann. Um 17.30 Uhr fuhren wir noch mal in die Stadt und kauften uns eine Brotzeit ein. Dies war aber nicht so einfach, da alle Geschäfte um 17.30 Uhr zumachten. Gott Lob hatte unser Supermarkt als einziger bis 19.00 Uhr auf. In Windhoek selbst ist ab 18.00 Uhr tote Hose. Da fährt fast kein Auto mehr. Also fuhren wir wieder zurück und trafen unsere vier Freunde an der Hotelbar. Wir setzen uns dazu und nach ein paar Gintonic ging es ins Zimmer. Dort packten wir die Koffer rundreisegemäß um. Inzwischen waren auch die sechs Teilnehmer der Rundreise eingetroffen, die mit der South African Airline über Johannesburg angekommen waren.

Jetzt fehlten nur noch die 22 Teilnehmer, die erst am Donnerstagabend von Frankfurt nach Windhoek fliegen sollten. Aber auf die warteten wir dann sehr lange….

Freitag, 22. Februar 2013 – Midgard County Estate – Zimmer 210:

So heute sollte es dann endlich losgehen, aber das war nicht so einfach, denn der Flieger mit den restlichen Gästen war am Vorabend in Frankfurt gar nicht losgeflogen und infolgedessen fehlte der Rest der Gruppe. Inzwischen war auch unser Reiseleiter und Driver Werner Schlierkamp eingetroffen. Er, ein gebürtiger Namibier mit deutschen Wurzeln im Ruhrpott informierte uns, dass die Maschine immer noch auf unabsehbare Zeit in Frankfurt steht und kein Mensch weiß, wann es für sie losgeht. Anscheinend hatte ein Gabelstapler beim Verladen der Koffer die Türe beschädigt und der Pilot weigerte sich abzuheben. So musste die kaputte Türe erst von den USA eingeflogen werden und das bedeutete warten, warten, warten.

So ging es für uns pünktlich um 09.30 Uhr mit 14 Teilnehmern mit der Rundreise los. Nach einer kurzen Fahrt durch die Innenstadt von Windhoek war die erste Station die uns bereits bekannte Christuskirche. Dort hatten wir eine 3/4Stunde Zeit zur freien Verfügung um die Kirche und die anderen uns bereits bekannten Sehenswürdigkeiten anzusehen. Wir klinkten uns aus der Gruppe aus, was sich im Nachhinein als Fehler erwies, denn prompt war zu diesem Zeitpunkt die Kirche geöffnet, was wir leider nicht bemerkten. Weiter ging die Reise in die Gartenstraße, wo ein Stopp an einer Diamantenschleiferei sowie vielen speziellen Shops für Souvenireinkäufe gemacht wurde. Ein Laden hatte es uns besonders angetan, wir wollten aber zu Beginn der Rundreise nicht schon mit einem vollen Koffer unterwegs sein. Dies behielten wir uns für das Ende der Reise auf. Nach der Mittagspause; wir holten uns wieder etwas in unserem Stammsupermarkt, ging es dann in Richtung Osten auf den Weg über diverse Schotterpisten zu unserer Lodge in der Nähe von Okahandja. Um 15:00 Uhr erreichten wir die Midgard County Estate Lodge, ein Traum inmitten der namibischen Savanne. Bereits auf dem Weg dorthin durften wir schon etliche Wildtiere sehen und natürlich fotografieren, u.a. ein Dutzend Giraffen, Kudus, Oryx, Warzenschweine, Paviane und Gnus. Auf der Lodge haben wir erstmal ein wenig im Swimmingpool geplanscht und dann das Gelände und die landschaftlich tolle Umgebung besichtigt. Gegen 19:00 Uhr war Abendessen angesagt und es wurde Antilope und Impala kredenzt. Wir haben alles mal probiert, es schmeckte wie Rindfleisch.

Samstag, 23. Februar 2013 – Etosha-Safari-Lodge, Zimmer 08:

Für heute war 7-7-8 angesagt. Das bedeutete, 7.00 Uhr Koffer raus, 7.00 Uhr Frühstück, 8.00 Uhr Abfahrt. Pünktlich verließen wir die Lodge und machten uns auf den langen Weg zum Etosha-Nationalpark. Die Reise führte und über Okawandja nach Ouito und weiter zum Anderson-Gate, dem südlichen Eingang zum Etosha-Nationalpark. Dort erhielten wir um 14:00 Uhr das Permit für die Einfahrt. Den ganzen Nachmittag über waren wir dann auf Pirschfahrt. Unser Reiseleiter meine, dass wir evtl. wegen der großen Hitze nicht viele Tiere zu sehen bekommen werden. Aber immerhin waren Zebras, Giraffen, Kudus, Springböcke, Oryx und Erdmännchen unterwegs. Es war schon sehr beeindruckend die Tiere in freier Wildbahn zu erleben. Sehr beeindruckend war auch unser zwischenzeitlicher Rastplatz in Okaukuejo, dort konnte sich jeder die Füße vertreten, auf die Toilette gehen, aber auch den ca. 15 m hohen Aussichtsturm besteigen. Auf diesem Aussichtsturm bot sich eine überragende Sicht. Nach allen Seiten konnte man bis zum Horizont blicken, und die Erdkrümmung deutlich erkennen. Besonders der Blick auf die 6.500 Hektar große Etosha-Pfanne war mehr als atemberaubend. Um 18.00 Uhr kamen wir dann auf unserer Lodge an. Dort erhielten wir die Nachricht, dass der Rest der Gruppe inzwischen in Frankfurt abgeflogen war und am Sonntagmittag auf der Lodge erwartet wurde.

Sehr beeindruckend war die Aussichtsplattform von der man einen überragenden Blick in die Weite des namibischen Buschlandes und in Richtung Etosha hatte. Zum Abendessen gab es wieder ein Büffet, diesmal war Kudu-Fleisch an der Reihe.

Sonntag, 24. Februar 2013 – Etosha-Safari-Lodge, Zimmer 08:

Heute war bereits um 05.15 Uhr Aufstehen angesagt, denn wir wollten so früh wie möglich in den Etosha-Park einfahren. Nach Frühstück und Busreise waren wir wieder gegen 07.00 Uhr am Anderson-Gate. Unser Reiseleiter sollte Recht behalten, denn wie schon in dem Sprichwort gesagt fängt der frühe Vogel den Wurm. So sahen wir am frühen Morgen bereits viele Tiere wie Nashörner, eine Elefantenfamilie, sechs Löwen, Hyänen, Leguane und viele uns bereits vom Vortag bekannte Tiere. Gegen 12.00 Uhr machten wir uns dann wieder auf den Weg zur Lodge. Dort war inzwischen auch der Rest der Reisegruppe eingetroffen. Wir blieben am Nachmittag in der Lodge und überließen der neuen Reisegruppe die Etosha-Safari. Wir machten es uns am Pool gemütlich und erholten uns von der stressigen Safari. Am Abend gab es dann für uns den ersten Sundowner auf der Aussichtsplattform. Die Sonne versank wie ein roter Sonnenball am Horizont. Zum Abendessen war heute Oryx angesagt. Um 22.00 Uhr ging es dann zu Bett und dort hatten wir mit der Wärme und dem Moskitonetz zu kämpfen. Es ist nämlich nicht ganz so einfach unter einem aufgespannten Moskitonetz zu schlafen, daran muss man sich erst gewöhnen. Auch das ständige Einsprühen mit Autan oder Antibrumm ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber was macht man nicht alles um nicht gestochen zu werden.

Montag, 25. Februar 2013 – Damara-Mopane-Lodge, Zimmer 21:

Mit der Kombination 7-7-8 ging es wieder in den Tag. Unsere Reise führte uns als erstes nach Outjo. Dort deckte sich jeder mit Getränken und einer Brotzeit ein. Das Geschäft war eine Bäckerei, in der man meinen könnte, man wäre zu Hause in Deutschland. Es gab hier sogar Brezeln, Apfeltaschen, Semmel, alles was das Herz begehrt. Weiter ging dann die lange Fahrt nach Twyfelfontain. Die Strecke führte uns vorbei an dem Franz Fontain-Gebirge über Khorixas ins Damaraland. Und es wurde immer heißer und heißer, denn das Thermometer zeigte bereits weit über 40 Grad an. Auf der Strecke machten wir beim höchsten Berg Namibias, dem Brandberg mit 2.573 m Höhe kurz Station. Aber jeder wollte bei der Affenhitze wieder schnell in den herrlich kühlen Bus und keiner ahnte, was uns in Twyfelfontain erst erwartete. Gegen 14.00 Uhr kamen wir bei den Felsformationen von Twyfelfontain an. Unser Guide Werner legte allen, die unter Kreislaufproblemen leiden nahe, nicht am 45min. dauernden Fußmarsch zu den Felszeichnungen mitzugehen, denn das Thermometer zeigte inzwischen 45 Grad C an. Ca. 10 Personen unserer Gruppe befolgten seinen Rat und blieben in der etwas kühleren Kiosk-Anlage am Eingang zur Gebirgslandschaft, selbst da hatte es noch 38,7 Grad C. Mit einer Führerin machten wir uns dann auf die Tour zu Anhöhe, wo die Felszeichnungen, welche ca. 5.000 Jahre alt sind, zu sehen waren. Über eine Gesamtfläche von ca. 200 m² waren fast auf jedem größeren Felsfragment die Zeichnungen zu sehen. Als Höhepunkt durfte natürlich der Löwe mit dem Knickschwanz nicht fehlen. Aber auch Elefanten, Giraffen und komischerweise Pinguine, die hier seit vielen tausenden von Jahren nicht mehr heimisch sind, waren auf den Felsen eingeritzt. Aber auch die teils wie aufgetürmte Felsformationen waren sehr sehenswert. Es sah hier aus wie auf einem Spielplatz der Giganten. Auf dem Rückweg setzte uns allen auch die enorme Hitze zu, doch wir waren ja erstmals mit unseren Sonnenhüten gut ausgerüstet. Und dann gab es doch noch ein Problem, denn dem ältesten Mitglied unserer Gruppe setzte die Hitze so zu, dass er einen Schwächeanfall erlitt. Gestützt von mehreren Personen erreichte er dann die Kiosk-Anlage und musste erst einmal mit Wasser und Cola aufgepäppelt werden. Nach dieser Herausforderung ging es per Bus weiter zu den „Orgelpfeifen“, einer makabren Felsformation, die in ihrem Aussehen dem Kircheninstrument gleichsehen.

Diese Orgelpfeifen sind eine Ansammlung stehender Basaltsäulen, die durch abkühlende Lava entstanden sind. Als letzte Station für heute war der versteinerte Wald in der Nähe des verbrannten Berges angesagt. Auf einer Fläche von 300 mal 800 m konnte man versteinerte Baumstämme von bis zu 30 m Länge entdecken. Beim versteinerten Wald machten einige unserer Gruppe Bekanntschaft mit den Insekten Afrikas und wurden von nicht definierbaren größerem „Getier“ gestochen. Danach ging es dann zur Lodge, wo bereits bei Ankunft ein saftiges Gewitter niederging. Prompt schlug der Blitz in die Stromverteilung unserer Unterkunft ein und so hatten wir für die erste Zeit keinen Strom im Zimmer. Das Abendessen war super, und um 22.00 Uhr war dann der Strom auch wieder da, aber im Zimmer war es noch so heiß, dass wir uns für eine Stunde noch zur Bar begaben, erst danach war an ein Einschlafen zu denken.

Dienstag, 26. Februar 2013 – Swakopmund-Hotel, Zimmer 126:

Traditionell war heute Morgen wieder 7-7-8 angesagt und nach dem Frühstück ging es sofort in Richtung Küste. Nach einer langen Busfahrt erreichten wir so gegen 12.30 Uhr das Cape Cross, wo es die größte Robbenkolonie der Welt zu bewundern gab. Bis zu 200.000 Tiere sind hier an diesen Felsen daheim, dementsprechend streng ist auch der Geruch, besser, es ist nicht zum Aushalten. Dieser Gestank ließauch das Kreuz-Kapp nur zu einer Stippvisite werden. Es erinnert an die Landung des portugiesischen Seefahrers Diogo Cäo im Jahre 1484 an der Küste. Nach dieser vollen Dröhnung ging es weiter nach Henties Bay zum Mittagessen. Wir ließen dies aber aus und gingen lieber eine Runde Richtung Meer sowie einen Snack im Spar-Markt holen. Beeindruckend war hier der Blick in Richtung Strand, es sah aus wie in Arabien, Wüste, Sand und Palmen. Nach dem Mittagessen ging es weiter nach Swakopmund, wo wir gegen 16.15 Uhr eintrafen. Bei einer kleinen Stadtrundfahrt sahen wir sofort, dass hier alles noch so ist wie zur deutschen Kolonialzeit: Unzählige deutsche Straßennamen oder Geschäfte mit deutschen Namen erinnern an diese Zeit. Auf eigene Faust machten wir eine kurze Tour durch die Stadt und waren auch auf den Landungsbrücken, die uns von der Seminararbeit unserer Tochter wohl bekannt waren. Am Abend gingen wir dann ins „Brauhaus“ zum Essen, wo ein echtes Wiener Schnitzel auf uns wartete. Auf dem Rückweg um ca. 21.00 Uhr war es wie so oft in Namibia, kein Mensch war mehr unterwegs. Im Hotel angekommen, machten wir noch einen kleinen Streifzug durch die Flure. Hier konnten wir uns von dem Flair des alten Bahnhofs überzeugen und auch die Bestätigung erfahren, dass dieses Hotel als eines der besten in Namibia gilt.

Mittwoch, 27. Februar 2013 – Swakopmund-Hotel, Zimmer 126:

Heute war für unsere Gruppe der einzige freie Tag während der Rundreise angesagt. Ein Großteil hatte eine Katamaran-Tour in die Bucht von Walfish-Bay gebucht, der Rest bis auf einen, einen Flug über die Dünenlandschaft der Namib. Ein Einziger wollte sich beim Ausflug Living-Desert die Tiere der Wüste zeigen lassen. Um 07.45 Uhr nach einem sehr guten Frühstück ging es dann mit dem Bus für uns in Richtung Walfish-Bay. Und das war mühsam, denn es hatte einen Nebel mit einer Sicht bestimmt unter 100 m. Walfish-Bay selber ist der einzige Großhafen Namibias und keine Schönheit. Der ganze Ort besteht nur aus dem Hafen. Um 09.00 Uhr starteten wir zu unserer Katamaran-Fahrt in die Laguna zu Walfish-Bay. Sofort nach dem wir in See stachen hatten wir schon eine Robbe an Bord. Sie war sehr zutraulich und ließ sich streicheln und fotografieren und stank auch nicht. Auf dem Weg Richtung offenes Meer begleiteten uns viele Möwen, Kormorane und Pelikane. Zuerst war das Meer sehr ruhig, doch als wir die Lagune und das Hafengebiet verließen, schaukelte es auf dem offenen Meer schon sehr bedenklich. An der Lagunenzunge tobte wieder der Bär in Form von tausenden Robben, die wir ja schon kannten. Trotz allem Pfeifen und Klingeln sollten wir heute keine Delphine zu sehen bekommen. Der Kaptiän des Schiffes erklärte uns, dass es momentan keine Jahreszeit für Delphine sei. Auf dem Rückweg gab es dann ein feines Essen mit Austern, Lachs, Fisch und anderen Köstlichkeiten.

Nach der Rückkehr ins Hotel hatten wir den Rest des Tages zur freien Verfügung. Wir erkundeten Swakopmund nochmals auf eigene Faust, schlenderten kilometerlang am Strand entlang, beobachteten die raue See und waren auch noch mal auf der Landungsbrücke. Leider hatte die uns durch das Fernsehen bekannte Bäckerei und Konditorei schon ab 14.00 Uhr geschlossen, so dass wir das Geschäft nur von außen betrachten konnten. Auch der bekannten deutschen Adler-Apotheke statteten wir einen Besuch ab. Am Abend gingen wir dann zu Erich’s Fisch-Restaurant. Wir trauten uns aber wieder nicht an den Fisch ran und aßen Cordon bleu bzw. Rinderfilet. Auf dem Heimweg bemerkten wir am Parkplatz unseres Hotels mehrere abgedeckte Autos mit Augsburger Kennzeichen. Unser Autospezialist Herbert machte diese Fahrzeuge gleich als Erlkönige der neuen Mercedesbaureihe aus. Die Karossen werden hier in der Wüste auf Herz und Nieren bei Hitze und Staub getestet.

Donnerstag, 28. Februar 2013 - Namib Desert-Lodge, Zimmer 51:

7-7-8, so hieß auch heute die Losung am Morgen. Wir waren sehr zeitig beim Frühstück und konnten dies dann auch ausgiebig genießen, denn es wurde von allem angeboten. Nach dem Frühstück in Richtung Walfish-Bay, wo heute kein Nebel zu sehen war, und man die Fahrt am Atlantik entlang genießen konnte und es auch etwas zu sehen gab. Nach Walfish-Bay bogen wir dann in Richtung Osten in den Namib-Naukluft-Park ab. Atemberaubende Ausblicke in die unendliche Landschaft der Wüste wussten uns zu beeindrucken. Im laufe der Fahrt erreichten wir den Guiseb-Pass, der auf ca. 1300 m Höhe liegt. Hier machten wir eine längere Rast bei der ausgiebig die Landschaft zu erkunden und Fotoshooting angesagt war. Auf dem weiteren Weg erreichten wir auch den Wendekreis des Steinbocks auf dem 23. Breitengrad südlicher Hemisphäre. Hier ist der Endpunkt des Sonnenlaufes am 22. Dezember, dem Sommeranfang auf der südlichen Erdhalbkugel. Gegen 15.00 Uhr erreichten wir die Namib-Desert-Lodge. Ein Traum vor den roten versteinerten Dünen. Nach einem kühlen Bad am Pool stand auch schon eine Erkundungsfahrt mit offenen Jeeps an. Die Fahrt durch die unendliche Landschaft mit immer wieder neuen atemberaubenden Blicken auf Dünen und die Weite des Landes war ein weiterer Höhepunkt der Reise. Beim abschließenden Sundowner auf dem Gipfel einer Düne ging die Sonne wie ein Glutofen am Horizont unter. Nach der Rückkehr in die Lodge gab es am Abend Springbock-Frikadellen. Ein Novum an diesem Tag war, dass wir auf dieser Lodge keine Koffer bekamen. Grund dafür war der geplante frühe Aufbruch am nächsten Tag in die Dünenlandschaft von Sossusvlei.

Freitag, 01. März 2013 – Hammerstein-Lodge, Zimmer 45:

Wie uns schon angedroht wurde, war heute das frühe Aufstehen angesagt, denn um 04.30 Uhr klingelte der Wecker. Sofort nach dem Frühstück ging es um 05.45 Uhr in Richtung der Dünen nach Sossusvlei. Dort erhielten wir um ca. 06.40 Uhr das Permit zur Einfahrt in die Dünenlandschaft. Was jetzt folgte, kann mit Worten kaum beschrieben werden. Die aufgehende Sonne in den Dünen mit einem imposanten Farbenspiel muss man im Leben einmal gesehen haben. Rote, braune, beige und gelbe Töne wechselten sich ab und die aufgehende Sonne änderte diese Farbe minütlich. Immer weiter ging es in Richtung des Deadvlei, eine Senke inmitten der Dünenlandschaft. Immer wieder hielt der Bus vor überragenden Kulissen zum Fotografieren an, so auch an der mit 400 m höchsten Düne der Welt (Big Daddy). Die letzten 5 km ins Deadvlei mussten wir mit Jeeps hinter uns bringen. Dies alleine war schon ein Erlebnis der besonderen Art. Jetzt ging es aber weiter zu Fuß auf die mit 380 m Höhe zweitgrößte Düne der Welt (Big Mamma). Das war echt anstrengend, aber ein unvergessliches Erlebnis als wir am höchsten Punkt der Düne standen und den unvergesslichen Blick in die Wüsten-, Dünen- und Sandlandschaften erlebten. Wir verweilten noch eine längere Zeit auf dem Rücken der Düne und genossen einfach den Augenblick.

Nach dem unkonventionellen Abstieg, den wir in gerader Linie durchführten, ging der Weg durch die Deadvlei-Senke, wo es seit über 7 Jahren nicht mehr geregnet hatte zurück zu unseren Jeeps. Mit dem Sesriem-Canyon stand ein weiterer Höhepunkt auf dem heutigen Programm. Der Canyon, der sich mitten in der rauen Landschaft, gut 1 km in den Sand gräbt, ist ebenfalls ein beeindruckendes Naturschauspiel. Wir ließen uns das nicht entgehen und stiegen fast bis zum tiefsten Punkt in den Canyon hinein. Von da aus ging es dann zu unserer heutigen Unterkunft, der Hammerstein-Lodge, wo wir um 15.00 Uhr ankamen und am Pool Abkühlung suchten. Das Besondere an dieser Lodge war, dass mehrere Springböcke frei über das Gelände liefen. Eine Überraschung gab es dann auch beim Abendessen, denn ein Chor stimmte afrikanische Weisen an.

Samstag, 02. März 2013 – Nest-Hotel, Zimmer 209:

Heute stand wieder ein normaler Start des Tages mit 7-7-8 an. Nach dem Frühstück ging die Reise nach Helmringhausen, einer kleinen Ortschaft mitten in der Namib-Wüste. Dort gibt es seit der Kolonialzeit den besten deutschen Apfelkuchen in ganz Namibia. Leider war ein Großteil unserer Gruppe schneller, und als wir bestellen wollten war er ausverkauft. Weiter ging die Reise in die Gareb-Ebene, wo mit etwas Glück Wildpferde zu sehen sind. Und prompt sahen wir drei von den Pferden an der Wasserstelle. Mit dem Diaz-Kreuz in der Lüderitz-Bucht inmitten einer kargen Mondlandschaft endete unsere heutige Reise. Wir blieben bestimmt eine halbe Stunde bei dem auf einem Berg stehenden Kreuz des portugiesischen Seefahrers Diaz und blickten auf das brandende Meer. Der Atlantik ist hier sehr rau und es sind Wellen bis zu 6 Metern möglich. Von hier aus ging es dann weiter nach Lüderitz in das pikfeine Nest-Hotel. Sofort machten wir uns von dort aus auf den Weg in den Ort, um die von den Kolonialisten erbaute Felsenkirche zu betrachten. Sonst gibt dieser Ort leider nicht viel her. Am Abend gab es dann für viele Langusten oder Fisch zu essen, wir entschieden uns aber für Rindsroulade bzw. Rinderfilet. Heute gab es auch etwas zu feiern, denn Herbert konnte seinen 60. Geburtstag begehen. Angenehm war es auch im Zimmer, denn zum ersten Mal war das Schlafen ohne Klimaanlage kein Problem. Glück hatten wir auch bei der Zuteilung des Zimmers, denn wir hatten direkten Meerblick auf die brandende See.

Sonntag, 03. März 2013 – Canyon-Village, Zimmer 12:

Heute konnten wir fast ausschlafen, denn erst um 08.00 Uhr war Frühstück angesagt. Bei einem tosenden Meer vor dem Fenster und enormen Nebel starteten wir dann so gegen 09.00 Uhr in Richtung Innenstadt. Dort hatte jeder für eine Stunde Gelegenheit sich mit Getränken etc. einzudecken oder Geld zu tauschen. Weiter ging die Reise wieder ins Landesinnere nach Kolmannskoppe, der Geisterstadt ca. 20 km vor Lüderitz. Dort waren wir für eine einstündige Führung angemeldet. Unser Führer, ein ca. 75-jähriger Namibia-Deutscher war hier voll im Element. Er erklärte uns, dass im Jahre 1883 durch Zufall Diamanten gefunden wurden und infolge dessen eine echte Diamentenschürfstadt aus dem Boden gestampft wurde. Die 1.900 Einwohner von Kolmannskoppe hatten alles, was man damals zum Leben brauchte. Sei es Krankenhaus, Schule, Bäckerei, Metzgerei, Kegelbahn, die heute noch in Betrieb ist, etc. Nichts war hier zu teuer, auch wenn es teilweise aus Deutschland herbeigeschafft werden musste. Nach der Führung ging die Fahrt weiter über Aus, Seeheim in Richtung Fish-River-Canyon. Auf der Strecke überquerten wir auch den Fish-River auf einer der wenigen Brücken Namibias. Leider war aber nur noch das Flussbett zu sehen, und dies ist schon seit einigen Jahren so. Erst gegen 17.00 Uhr erreichten wir die Canyon-Village-Lodge. Die Lodge ist ein Traum inmitten der Felslandschaft in der Wüste bei gut 40 Grad. Zum Abendessen gab es heute Hähnchen oder Oryx sowie die bereits bekannten Beilagen.

Montag, 04. März 2013 – Canyon-Village, Zimmer 12:

Nach dem Frühstück ging es heute sofort in Richtung des Fish-River-Canyon. Den hatten wir dann nach einer halbstündigen Fahrt erreicht. Was uns hier zu sehen geboten wurde, war schon schwer beeindruckend. Der zweitgrößte Canyon der Welt erstrahlte in der Morgensonne für uns. 1 ½ Stunden wanderten wir bei schon am Morgen brütender Hitze aber viel Wind, an der Kante des Canyons entlang. Es gab atemberaubende Ausblicke und ganz viele schöne Postkartenmotive zum Fotografieren. Unser Guide Werner ließ uns bewusst so viel Zeit wie wir wollten um auch das Flair des Canyons in sich aufzusaugen. Schon alleine das minutenlange verharren oder sitzen am Abgrund war ein echtes Highlight. Nach dem Aufsammeln aller Gruppenteilnehmer ging es dann weiter an den professionellen Aussichtspunkt des Canyon. Dort hatten wir noch einmal für eine gute Stunde Zeit den Ausblick auf uns wirken zu lassen. Um 12.00 Uhr ging es bei bereits 42 Grad zurück in die Lodge, wo wir den Nachmittag im Schatten am Pool verbrachten. Am Abend war wieder super Essen auf der Veranda der Lodge angesagt. Nach einigen Gintonic ging es dann zurück in die Unterkunft und diese hatte es dann in sich, denn die Klimaanlage hatte ihren Dienst bei allen eingestellt. Dies hatte zur Folge, dass es eine Nacht ohne Schlaf bei 35 Grad im Zimmer mit Moskito-Netz am Bett frei haus gab.

Dienstag, 05. März 2013 – Kalahari-Anib-Lodge, Zimmer 14:

Auch am vorletzten Tag unserer Rundreise war wieder die bekannte Kombination 7-7-8 angesagt. Bei bereits brütender Hitze nahmen wir das Frühstück im Freien ein und machten uns um 08.00 Uhr auf die lange Reise in Richtung Norden. Erster Stopp war gegen 10.00 Uhr bei Kethmanshoop beim Köcherbaumwald. Der Köcherbaum ist eines der Wahrzeichen Namibias, da er nur hier auf der Welt zu finden ist. Auf der Anhöhe stehen ca. 50 der bis zu 400 Jahre alten Bäume, deren Holz wie ein Schwamm ist, und die damit das spärliche Wasser einsaugen können.Weiter ging die Reise nach Marienthal, wo wir in einem afrikanischen MC Donalds zu Mittag aßen. Auch hier musste man sich erst an die Geschwindigkeit in Afrika gewöhnen, denn unsere beiden Cheeseburger dauerten gut 20 min., schmeckten dafür aber sehr gut. Nun ging es auf die letzten 25 km bis zur Lodge, dort kamen wir um 15.30 Uhr an, spannten kurz aus, denn bereits um 16.30 Uhr ging es auf unseren letzten Ausflug – die Naturfahrt in die Kalahari. Der rote Sand, der für diese Halbwüste charakteristisch ist, grüßte schon von weitem. Auf der Fahrt durch die Landschaften kamen wir uns vor wie vor dem Fernseher, so viele Wildtiere waren in freier Wildbahn zu sehen. Springböcke, Oryx, Antilopen, Kudus, Strauße, alles bunt gemischt in riesiger Anzahl sprangen oder hüpften durchs Bild. Zum Abschluss des Ausfluges gab es dann auf einer der roten Dünen den letzten Sundowner unserer Reise. Alle Mitglieder unserer Gruppe waren hier vertreten, und stießen mit diversen Getränken auf das gute Gelingen unserer Rundreise an. Einen faden Beigeschmack hatte das ganze jedoch auch, denn durch die vielen süßen Getränke wurden viele Bienen angelockt, die dann auch bei Herbert und Florian zustachen. Für Florian war dies nicht der letzte Schock an diesem Abend, denn bei der Rückfahrt fuhr unser Guide Werner ohne Licht und übersah einen in den Weg hängenden Dornenbusch. Dieser streifte Florian und verabreichte ihm einige Kratzer an Hand, Bauch und Bein. Beim abschließenden Essen gab es heute für alle Springbock, den wir auch diesmal beide probierten und für sehr gut befanden.

Mittwoch, 06. März 2013 – Safari-Court-Hotel, Zimmer 5014:

So, da war er angebrochen der letzte Tag unserer Rundreise. Um 07.30 Uhr hieß es frühstücken und unglaublich, es regnete in der Kalahari. Und nicht nur ein wenig, sondern richtig. Um 08.30 Uhr bei der Abfahrt immer noch etwas – eine echte Sensation. Der heutige Vormittag galt nur noch der Reise über Reoboth nach Windhoek zum Safari-Court-Hotel, das wir ja schon kannten. 4.358 km Teerstraße oder Schotterpiste lagen hinter uns. Nach dem Einchecken um ca. 12.00 Uhr verbrachten wir den Nachmittag am herrlichen Pool des Hotels. Gegen 17.00 Uhr fuhren wir mit dem Shuttle-Bus in die Stadt, und gingen dann in das Lokal „Nice“ lecker zu essen. Dieses Lokal ist in ganz Namibia bekannt, da es als Ausbildungsort für viele Köche und Bedienstete im Gastronomie-Gewerbe gilt. Zu bestaunen gab es dort eine offene Küche, wo man den angehenden Köchen auf die Finger schauen konnte. Das Essen, der Service und das Ambiente waren echt perfekt. Gegen 20.00 Uhr fuhren wir mit dem Taxi zurück ins Hotel und ließen den Tag in der Lobby bei einem oder mehreren Gintonics ausklingen.

Donnerstag, 07. März 2013 – Safari-Court-Hotel, Zimmer 5014:

Wie schon fast zur Gewohnheit geworden, standen wir auch heute um 07.00 Uhr auf. Nach dem Frühstück fuhren wir um 09.00 Uhr in die Innenstadt um unsere kleinen Besorgungen zu erledigen. Erster Anlaufpunkt war die Mealura-Mall- ein riesiges Einkaufszentrum, in dem sich auch Hitradio-Namibia befindet, denn wir wollten dem Sender wie bereits im Januar per Facebook ausgemacht, einen Besuch abstatten. Nach langem Suchen fanden wir schließlich den Radio-Sender doch noch und wurden freundlich empfangen. Der Chef des Senders Wilfried Hähnke holte uns gleich in das Studio und ließ uns vor der Namibischen Flagge posieren. Das gemachte Foto postete er dann im Facebook. Bei dem Kunsthandwerkergeschäft in der Gartenstraße, das wir schon am Anfang der Reise ausgekundschaftet hatten, wurden wir schnell für alle fündig. Um 13.00 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel. Dort machten wir es uns am Pool bequem und genossen die afrikanische Sonne – im Schatten-, denn heute war es in Windhoek sehr heiß. Am späten Nachmittag fuhren wir dann noch mal in die Stadt um endlich in die Christuskirche zu gelangen. Aber wir hatten wieder kein Glück, denn die Kirche war schon verschlossen. Allgemein stand diese letzte Fahrt in die Stadt unter keinem glücklichen Stern, denn nach der Pleite bei der Kirche war auch unser anvisiertes Restaurant schon geschlossen. So blieb uns nichts anderes übrig, als wieder den bekannten Supermarkt aufzusuchen, bei dem wir noch Würstchen mit Pommes ergatterten. Diese wollten wir wie schon öfters im Park unterhalb der Christuskirche verzehren und dazu ein kühles Bierchen trinken. Soweit so gut, doch hatten wir das Trinken des Bierchens ohne die Rechnung der Polizei gemacht, denn das Trinken von Alkohol auf öffentlichen Plätzen ist in Windhoek verboten. Auf dies wurden wir sofort aufmerksam gemacht. Also kein Bierchen, sondern Coke. Zurück ging es dann zum Abholplatz vom Shuttle-Bus des Hotels, wo wir aber schon nicht mehr dachten, dass der Bus auch kommt, denn er war schon 10 min. verspätet. Nach dieser kuriosen letzten Einkaufsfahrt kamen wir wieder um 19.00 Uhr im Hotel an und ließen den letzten Abend in Namibia mit Mechthild, Herbert, Sandra und Florian ausklingen.

Freitag, 08. März 2013 – Safari-Court-Hotel, Zimmer 5014:

Heute war zum Ausklang unseres Urlaubs nach dem Frühstück nur noch das Packen und dann Faulenzen am Pool angesagt. Um 17.30 Uhr wurden wir von unserem alten Bekannten Werner zum Flughafen gebracht. Auf dieser Anfahrt zum Flughafen hätten wir beinahe noch einen Unfall gebaut, denn die Strecke gilt als die best ausgebauteste, aber auch unfallträchtigste Straße in Namibia. Werner musste bei einem Überholmanöver eines anderen Autofahrers voll in die Eisen steigen um einen Unfall zu vermeiden. Gegen 21.45 Uhr ging der fast vollbesetzte Flieger ab auf seine 10-stündige Reise nach Frankfurt.

Samstag, 09. März 2013 – Flieger:

Um 06.45 Uhr landeten wir in Frankfurt und erreichten prompt den Zug um 08.02 Uhr in Richtung Heimat. Sarah erwartete uns dann um 11.00 Uhr schon in Günzburg.

Hinter uns liegt ein erlebnisreicher Urlaub, den wir nie vergessen werden.


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